Die Miliz geht auf Patrouille

Historischer Einsatz startet heute. Soldaten rücken zur Vorbereitung in Bludesch ein.
Bludesch Das gab es in Österreich noch nie. Heute, Montag, wird die Miliz einrücken. 13 Jägerkompanien aus allen Bundesländern sind einberufen und damit 2300 Männer und Frauen. Nach einer zweiwöchigen Einsatzvorbereitung lösen sie jene Grundwehrdiener ab, deren Dienst wegen Covid19 Ende März verlängert worden ist.
Verminderte Kompaniestärke
Die Milizsoldaten in Vorarlberg rücken in der Stärke einer verminderten Kompanie ein. Sie werden vom Miliz-Jägerbataillon Vorarlberg gestellt. Geführt wird die Kompanie von Oberleutnant Stefan Kaufmann. Die Schlüsselkräfte sind bereits vergangene Woche in die Bludescher Walgaukaserne eingerückt, um den Einsatz vorzubereiten. Heute folgt die Masse der Milizsoldaten. Diese werden zu allererst einem Coronatest unterzogen. Dann beginnt die zweiwöchige Einsatzvorbereitung durch Berufssoldaten des Jägerbataillons 23. Nach einer kurzen Übergangsphase steht die Miliz ab 25. Mai alleinverantwortlich im Einsatz und wird vom Militärkommando Vorarlberg geführt. Militärkommandant Gunther Hessel ist überzeugt, dass die Vorarlberger Milizsoldaten die geforderten Aufträge in hoher Qualität erfüllen werden.
Patrouillen an der Grenze
Ihre Aufgaben richten sich nach den Anforderungen der Behörden. Im Grunde übernehmen die Vorarlberger Milizsoldaten den Einsatz jener Soldaten, die Ende März für einen Assistenzeinsatz aus der Steiermark ins Land gekommen sind. Der Großteil der Miliz wird also an der Grenze zu Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland stehen. Die Soldaten werden sowohl die Polizei als auch die Bezirkshauptmannschaften bei ihren gesundheitsbehördlichen Kontrollen unterstützen. Die Miliz wird außerdem zur Bewachung kritischer Infrastruktur eingesetzt, berichtet das Militärkommando Vorarlberg. Einige Soldaten seien im Milizeinsatz dann ebenso als motorisierte Patrouillen, Fuß- oder Fahrradstreifen zwischen den Grenzübergängen unterwegs.