Hinter den Kulissen: Überfällige Plakate als Aufreger

Politik / 22.03.2020 • 06:30 Uhr
Hinter den Kulissen: Überfällige Plakate als Aufreger
Immer die Straßen “schmückende” Wahlwerbung von FP und Neos zur Gemeindewahl verärgern Mitbewerber und Bürger. VN/Steurer

Politik, Personen und Parteien: Die VN beleuchten in ihrer wöchentlichen Rubrik Hintergründe.

Feldkirch, Dornbirn Vor Wahlgängen wird das Land in aller Regel mit Plakaten zugepflastert. Parteien und ihre Spitzenvertreter buhlen dabei um Wählerstimmen. So auch im Vorfeld der für 15. März geplanten Vorarlberger Gemeindewahlen, die bekanntlich wegen der bedrohlichen Folgen des Coronavirus ins Wasser fielen. Dass manche Gruppierungen wie die Pinken in Feldkirch bei Bürgermeister Wolfgang Matt (64, VP), dessen Volkspartei noch in der Nacht auf den absagten Wahlsonntag ein automatisiertes Werbeposting in den Sozialen Medien platzierte, mit Spitzenkandidat Georg Oberndorfer (45, Neos) oder die dortigen Freiheitlichen mit dem Spitzenkandidaten Daniel Allgäuer (55, FP) es bis dato nicht schafften, ihre großflächige Wahlwerbung an den Straßen verschwinden zu lassen, regt nicht nur Wahlmitbewerber auf. Passanten schütteln vielfach den Kopf, vor allem im Hinblick auf den pinken Slogan an die Wählerschaft „Jetzt bist du am Zug“. Aus ihrer Sicht wären nämlich die Neos längst am Zug, die überfälligen Plakate einzusammeln. Für noch mehr Aufregung sorgt allerdings der Blaue Christoph Waibel (55, FP) in Dornbirn bei Stadtchefin Andrea Kaufmann (51, VP). Zumal Ex-Abgeordneter und Stadtrat Waibel als Spitzen- und Bürgermeisterkandidat der dortigen Freiheitlichen in Zeiten von Corona unverblümt mit dem allgemein längst verpönten Slogan „Handschlagqualität“ sein Konterfei zur Schau stellt.