Vorarlberger in Innsbruck: So läuft jetzt das Leben in Tirol

Der “Tiroler Tageszeitung”-Journalist Markus Höscheler aus Vorarlberg berichtet von der Situation in Innsbruck.
Wien Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden zunehmend schärfer. In Tirol, wo sich das COVID-19 am schnellsten ausbreitet, erklärt Landeshauptmann Günther Platter etwa, dass niemand mehr ohne triftigen Grund seine Wohnung verlassen dürfe. „Tiroler Tageszeitung“-Journalist Markus Höscheler (46) berichtet den VN von einer gedämpften Stimmung im Land. In Innsbruck sei es deutlich ruhiger geworden. Man merke es besonders auf der Straße.
Sonntagfrüh wurde in Tirol der grenzüberschreitende Zug- und Busverkehr nach Deutschland eingestellt, damit auch die Verbindung zwischen Innsbruck und München. Amtsgebäude bleiben bis 10. April geschlossen. Tirol rüstet sich außerdem darauf, dass eine große Anzahl von Personen aufgrund des Coronavirus medizinisch versorgt werden muss. Ein Krankenquartier ähnlich dem Lazarett in der Messehalle Wien sei in Planung.

Höscheler arbeitet seit Dienstag von zu Hause aus. „Dass auf Home Office umgestellt wurde, hat zuerst bei einigen Befremden ausgelöst, aber es funktioniert. Man hat nur ein bisschen mehr Koordinationsaufwand.“ Die größte Umstellung in seinem Freundeskreis sei, dass sich Familien nicht mehr miteinander am Spielplatz treffen könnten, sagt der gebürtige Hohenemser im VN-Gespräch. Generell beschreibt er die Stimmung in Tirol als gedämpft, etwas nervöser, aber nicht pessimistisch.