SP-Vorarlberg macht sich für Klimaschutz stark

Politik / 16.09.2019 • 20:45 Uhr
SP-Vorarlberg macht sich für Klimaschutz stark
Werfen sich für klimafreundliches Leben ins Zeug: Parteichef Martin Staudinger und Klimaaktivistin Alexandra Seybal.

Klimafreundliches Leben muss für alle erschwinglich werden, sagen Vorarlbergs Sozialdemokraten.

Bregenz Vorarlbergs Sozialdemokraten haben den Abschnitt ihres Wahlprogramms zu Klima-, Natur- und Umweltschutz vorgestellt. Gemeinsam mit der Klimaaktivistin Alexandra Seybal stellte Parteichef Martin Staudinger fest: „Auch die nachfolgenden Generationen haben das Recht auf ein Leben in einer intakten Umwelt. Als Politiker haben wir ihnen gegenüber eine Verantwortung und einen klaren Auftrag.“ Den Genossen gehe es darum, die Maßnahmen zum Klimaschutz sozial verträglich zu gestalten und „mitanandfürsland“ einen Systemwechsel herbeizufüren. „Mir geht es um Lösungen, die nicht die Mitte der Bevölkerung treffen. Denn die wahren Klimasünder sind nicht Einzelpersonen, sondern das ist ein System, das auf Kosten von Mensch und Umwelt Profite macht“, betont Landesparteichef Staudinger.

Öffentlicher Verkehr muss schneller werden

Jede Initiative von Einzelnen sei gut, aber: „Schlussendlich werden wir das Klima nur dann retten, wenn wir das System ändern.“ Was das heißt, versucht Staudinger am Beispiel Verkehr aufzuzeigen: „Sobald der öffentliche Verkehr schneller ist, wird der Umstieg vom Auto zu Bus und Bahn klappen”, so Staudinger. “Wir müssen mehr Gleise verlegen und das Netz an Bus- und Bahnhaltestellen ausbauen.“ Bislang sei vor allem in die Taktung der Hauptverkehrsrouten investiert worden. „Jetzt geht es darum, jene Orte in den Mittelpunkt zu rücken, die noch nicht oder schlecht im Netz integriert sind.“ Die Sozialdemokraten unterstützen darüber hinaus freilich auch die nächste Klimademonstration am 27. September. Alexandra Seybal: „Es ist nicht mehr ‚fünf vor zwölf‘, es ist bereits zwölf. Möglichst viele Menschen müssen davon überzeugt werden, dass es jetzt darum geht, zu handeln. Es geht um unsere Zukunft.“