Sebastian Kurz beklagt gefälschte E-Mails im Zusammenhang mit Ibiza-Skandal

Angebliche E-Mails zwischen Sebastian Kurz und Gernot Blümel aus 2018 über Ibiza-Video seien ein “Fälschungsskandal”.
Wien Am Montagvormittag hat Altkanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz zu einer Pressekonferenz geladen. Der Grund: Derzeit würden gefälschte E-Mails aus dem Jahr 2018 von Kurz und dem damaligen Minister Gernot Blümel kursieren, die in Zusammenhang mit dem Ibiza-Skandal stehen.
Sowohl Kurz als auch ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer bezeichneten diese E-Mails am Montag als Fälschungen. Man habe mit der hauseigenen Technik und einer externen Firma über das Wochenende fünf Beweise gefunden, dass es sich bei den E-Mails um Fälschungen halte. Screenshots davon seien an mehrere Medien versandt worden, die forensisch geprüft worden seien, so Nehammer. Unter anderem könnten von einer der E-Mailadressen seit 2009 gar keine Mails mehr verschickt werden und eines der Daten habe einen falschen Tag ausgewiesen.
Über den Inhalt der Mails wollten Kurz und ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer auf Nachfrage sich nicht äußern, weil “es sich um Diffamierungen gegen die ÖVP handelt.”
Verschickt wurden die angeblichen E-Mails im Februar 2018 – also lange vor Auffliegen der Ibiza-Affäre. Sowohl die der Partei vorliegenden Screenshots der E-Mails als auch die vom Medium übermittelten technischen Daten der Mails erwecken laut Kurz den Eindruck, als kämen sie “direkt aus unseren IT-Systemen”. “Es handelt sich bei diesen E-Mails um eine Fälschung, wenn auch um eine aufwändig und gut gemachte Fälschung”, versicherte Kurz.