Strecken frei für Gisingens Radfahrer

Ortsvorsteher Peter Stieger über Corona, Einschränkungen und neue Wege für Pedalritter.
ORtsvorsteher Paukenschlag für die Gisinger Treffpunktszene: kein Adventmarkt, keine Konzerte … der Lockdown hat auch die Vereine in Gisingen fest im Griff. „Jetzt, wo die Einschränkungen kommen, folgt eine Durststrecke“, weiß Gisingens Ortsvorsteher Peter Stieger. „Es bleibt schwierig, sich selbst zu motivieren.“ Stieger sieht die Situation vor allem im sozialen, zwischenmenschlichen Bereich als besondere Herausforderung. „Natürlich wünsche ich mir auch wieder unser ‚normales Leben‘, das setzt jedoch voraus, dass eine gewisse Prozentzahl durchgeimpft ist“, betont der Ortsvorsteher. Die Online-Anmeldung für einen Corona-Impftermin stellt allerdings viele vor eine schwierig zu stemmende Herausforderung. Die Ortsvorsteher, also auch Peter Stieger, helfen dabei gerne weiter.
Netz aus Fahrradstraßen
Ebenfalls weniger erfreulich, dennoch mit Blick in eine bessere Zukunft, ist die Verkehrslage in Gi-singen. „Es ist ein Problem, das alle Fraktionen betrifft“, erklärt Stieger. Einer der Hotspots ist aber – neben der Bärenkreuzung – auch die Hämmerlestraße.
Positiv entwickelt sich jedoch das Radwegenetz in Feldkirch – speziell in Gisingen. Die Stadt Feldkirch ist bemüht, den Verkehr von der Noflerstraße wegzubekommen. „Dafür braucht es attraktive, nachhaltige Alternativen“, meint Stieger. Ende September hat der Stadtrat die Verordnungen zu den Fahrradstraßen „Churer Straße/Liechtensteiner Straße“ und „Stadionstraße/Am Oberen Riegel/Gatterweg“ beschlossen. Damit wurde auf einer wichtigen Verbindung innerhalb Gisingens Fahrradfahrern nun Vorrang eingeräumt. Auf der Strecke liegen mit dem Waldbad, mehreren Baggerseen sowie dem Waldstadion zudem mehrere Ziele, welche insbesondere von Kindern und Jugendlichen benutzt werden.
Auf Basis des Radverkehrskonzeptes wurde in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Büro Besch und Partner aus Feldkirch und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit ein Gesamtkonzept für Fahrradstraßen in Feldkirch ausgearbeitet. Dieses sieht ein Netz aus mehreren Fahrradstraßen vor, die attraktive Radverbindungen abseits viel befahrener Routen darstellen.
Sicheres Vorankommen
Ziel der Umsetzung ist es, für Radfahrer ein schnelles und sicheres Vorankommen zu ermöglichen, ohne dabei den motorisierten Verkehr auszuschließen. Dadurch besteht die Möglichkeit, attraktive Radschnellverbindungen einzurichten – auch dort, wo die Platzverhältnisse begrenzt sind. „Auf Fahrradstraßen gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometern, außerdem dürfen Radfahrende nebeneinander fahren“, führt Ortsvorsteher Stieger aus. Die Markierungen und Beschilderungen wurden in den beiden Fahrradstraßen bereits angebracht. In diesem Zuge werden die Fahrradstraßen durchgehend bevorrangt.

