“Chancenreichstes Land für Kinder”

Landtagsantrag zur Maßnahme für eine Bildungsoffensive wurde eingereicht.
Bregenz Pünktlich zum Schulschluss hat die Vorarlberger Volkspartei (ÖVP) gemeinsam mit den Grünen Maßnahmen für eine Bildungsoffensive gesetzt. „Wir möchten das chancenreichste Land für Kinder sein“, sagt Roland Frühstück, Klubobmann der Volkspartei. „Die Themen, die den Menschen aktuell unter den Nägeln brennen, wurden in den vergangenen Wochen koalitionsintern intensiv verhandelt.“ Der gemeinsame Landtagsantrag wurde bereits eingebracht.
Neben vermehrter Unterstützung für Junglehrer und Quereinsteiger in den Schulen ist der Koalition die Gesundheit der Kinder ebenfalls wichtig. „Der Gesundheitsbericht für das letzte Jahr hat uns alle erschüttert“, sagt Eva Hammerer, Klubobfrau der Grünen. Diesem zufolge seien 15 Prozent der 11-, 13- und 15-Jährigen in Vorarlberg übergewichtig und sieben Prozent sogar adipös. „Es ist ein alarmierender Bewegungsmangel im Land“, betont Hammerer. Deswegen sollen zusätzlich tägliche Bewegungseinheiten in den elementarpädagogischen Einrichtungen stattfinden.
Um Beruf und Familie besser zu vereinen, möchte die Koalition auch Ganztagesklassen fördern. Am Nachmittag soll Nachhilfeunterricht sowie sportliche und kreative Förderung stattfinden. Dies würde auch zur Chancengerechtigkeit beitragen. Das Ziel hierbei ist es, ein flächendeckendes Betreuungsangebot für mindestens 40 Prozent der Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren zu schaffen. Das Geld dafür sei da, „es wird nur nicht abgeholt“. Außerdem konnten die Abgeordneten mit Freude verkünden, dass das Pilotprojekt „Schule der 10- bis 14-Jährigen“ in Lustenau endlich startet. Damit die gemeinsame Schule umgesetzt werden kann, wird im Herbst eine Gruppe aus Experten, Bildungsdirektion, Gemeinden und Schulen erarbeiten, was das Modell braucht, um etabliert zu werden.