Allrounder sichert sein Terrain ab

Sanft unter Strom gesetzt, gibt der eigenwillige Subaru Forester den soliden Wegbegleiter.
Subaru Es gibt inzwischen so viele Hektiker im Straßenverkehr. Die aktuelle Automobilität fährt in der Mehrzahl am liebsten voll auf Anschlag. Umso angenehmer ist es, wenn da einer ist, der mit der Disziplin zur Gelassenheit seine Runden dreht. Seit nun schon über 25 Jahren ist der Subaru Forester in mittlerweile fünfter Generation unterwegs und hat es dabei, trotz aller Anpassungen, stets geschafft, sich den Charme seines eigenwilligen Charakters zu bewahren.
Mit der jüngsten „Black Edition“-Version haben die Japaner ihren soliden Dauerläufer nun noch einmal optisch aufgefrischt und technisch weiter durchgestylt. Durch die von vorne bis hinten ausgeführte Karosserie-Kosmetik stellt sich der SUV-Kombi mit leicht dynamischerem Antlitz zur Schau. Indes kommt der soft geliftete Forester gleichsam auch stadtfein eingekleidet daher.
Die aufgewertete Kunststofflandschaft ums funktionelle Cockpit wird durch Alu-Dekor-Akzente durchbrochen. In der Mitte thront das Navi-/Infotainmentsystem mit 8-Zoll-Touchscreen. Fein ist, dass es für einige Grundfunktionen tatsächlich noch echte Drehregler und Vorwahltasten gibt. So richtig vornehm gibt sich die Top-Version durch Beigaben wie elektrisches Glasschiebedach, Zweizonen-Klimaautomatik, beheiztes Leder-
lenkrad sowie elektrisch verstellbare Ledersitzen mit Sitzheizung vorne und hinten.
Wer mit dem 4,64 Meter langen Forester auf Geländefahrt oder Einkaufstour unterwegs ist, lernt schnell auch die elektrische Heckklappe, und vor allem die Rückfahr- und Umgebungskamera zur besseren Rundumsicht, schätzen. Gleichsam mit Argusaugen überwacht auch das ausgereifte „EyeSight“-System ein sicheres Vorankommen. Es vereint Sicherheitsfeatures, angefangen von Totwinkelwarner und Spurhalteassistent über Temporegelung und Abstandstempomat bis hin zur Notbrems- und Notfalllenkfunktion, in sich. Dem Zeitgeist folgend ist der Nippon-SUV-Kombi inzwischen nur noch als sanft unter Strom gesetzter Mildhybridtyp auf Achse.
Der 2,0-l-Vierzylinder-Boxermotor mit 150 PS erfährt seine Unterstützung durch einen 12,3 kW starken Elektromotor. Bei langsamer Fahrt und entsprechender Batterieladung lassen sich bis zu 1,5 Kilometer rein elektrisch zurücklegen. Wer im Alltagsverkehr auf eine defensive Fahrweise achtet, wird im Forester 2.0i e-Boxer einen angenehmen Begleiter vorfinden. Ohne die Neigung zu übertriebener Dynamik geht es ordentlich vorwärts. Sowieso zügelt das CVT-Getriebe das Temperament des Allrounders. Der Benzin-Hybrid-Typ läuft solange ruhig, bis man ihn allzu sehr scheucht. Wer dagegen den sanften Gasfuß pflegt, wird mit noch annehmbaren Verbräuchen belohnt. Über jeden Zweifel erhaben ist der Forester in jedem Fall als Geländegänger. Dem Allrad-Schlaumeier hilft im X-Mode die ausgeklügelte Elektronik über Stock und Stein entscheidend weiter. So sichert der trittsichere Kraxler unter Mithilfe der 22-Zentimeter-Bodenfreiheit auf schlammigen Waldpfaden oder holprigen Geröllwegen sein Terrain ab. Der Forester ist und bleibt im Grunde ein Naturbursche mit inzwischen durchwegs feineren Manieren. VN-HGP
Der Allradler ist allzeit trittsicher unterwegs, bei der Schubkraft ist indes ein gewisses Zögern und Zaudern zu spüren.


Fakten und Daten
Motor/Antrieb 4-Zylinder-Boxerbenziner, 150 PS, 12,3-kW-E-Motor, 194 Nm bei 4000 U/min, Allrad, CVT
Fahrleistung/Verbrauch 0 – 100 km/h: 11,8 Sek., Spitze: 188 km/h, Norm: 8,1 l (188 g CO2/km) Test: 9,4 l
Preis Grundpreis: 43.290 Euro, Testwagen (Black Edition): 52.490 Euro.