Kompakte Kombi aus Schrägheck und SUV

Toyota erweitert die Corolla-Baureihe um den Cross und verdichtet so das Angebot im Crossover-C-Segment.
Toyota Zwischen dem C-HR und dem RAV4 hat die im SUV-Segment, besonders in der kompakten Klasse, breit aufgestellte japanische Marke noch eine Lücke geortet. Die wird mit dem Corolla Cross, auf Basis der Hatchback-Version des Kompakten, jetzt gefüllt. Wobei man betont, dass der Crossover kein Ersatz der Kombi-Variante, des Touring Sports, darstellt. Somit hat Toyota nicht nur die volumensträchtigste SUV-Sparte um ein drittes Modell angereichert, sondern auch die Corolla-Baureihe um eine dritte Variante ergänzt. Mit einer, deren Antriebe genauso wie im Schrägheck- und im Lader-Modell durchwegs elektrifiziert sind, mittels Benziner-Vollhybridsystemen.
Robustes Outfit
Ähnlich wie bereits zuvor beim Yaris Cross wurde das Outfit robust(er) interpretiert und das Karosserie-Niveau angehoben. Das ergibt 161 Millimeter Bodenfreiheit, ausreichend, um ausgewaschene Schotterwege zu passieren, ohne gleich den Unterboden zu zerkratzen. Für erhöhte Trittsicherheit kann ein Allradsystem sorgen. Das ist elektrisch generiert, mittels eines zweiten Elektro-Aggregats an der Hinterachse, ohne direkte Verbindung zu den Vorderrädern. Dieses System agiert automatisch, nach Art einer Traktionshilfe, je nach Bedarf und Fahrbahnbeschaffenheit. Allerdings erfordert es die stärkere Variante des vollhybriden Antriebs. Das ist eine Kooperation aus 2,0-Liter-Benziner und Strom-Aggregat mit gesamt 197 PS. Die niedrigere Leistungsstufe, mit 140 PS, ist das Resultat einer Zusammenarbeit zwischen 1,8-Liter-Otto und Elektromotor. Beide Varianten sind an das übliche CVT-Getriebe gekoppelt.
Entspanntes Dahingleiten
Den Marktstart übernimmt hierzulande der Zweiliter-Hybrid. Er absolvierte auch die Fahrpremiere. Samt zusätzlichem Heckantrieb, der jedoch, bei idealen, trockenen Wetterbedingungen, arbeitslos blieb, auch im Zuge eines Abstechers auf schottriges Terrain.
Darüber hinaus bereitet der Crossover keinerlei Mühe im Umgang. Gemäß der angepeilten Zielgruppe – Familien – ist die Federung komfortabel abgestimmt, ohne Schaukel- oder Wipptendenzen zu entwickeln. Die Lenkung ist präzise, doch nicht zackig. Trotzdem hat er durchaus das Zeug, sportlich durch Kurven zu wedeln. Doch ist das weniger sein Metier als das gelassen entspannte Dahingleiten. Das Interieur ist in der ersten Reihe luftig, in der zweiten sehr kommod geräumig, solange der Mittelsitz unbesetzt bleibt. Der Kofferraum ist passabel dimensioniert, bis zu vier flach gepackte Flugkabinen-Trolleys passen hinein, ohne die Fondsitzlehnen umlegen zu müssen.
Intuitive Bedienung
Viel zur Mühelosigkeit im Zugang zum Corolla Cross trägt das mittlerweile auch für Europäer verständliche Multimedia-System bei. Die Informations- und Navigations- sowie Steuerungsfunktionen sind auf Anhieb verständlich. Komplett ist das Konvolut an stets alerten Sicherheitsassistenten, deren Lautäußerungen sich jedoch im Hintergrund halten. Und mit Hinweisen sind sie, wenn überhaupt, sehr sparsam und nicht belehrend. bkh


Fakten und Daten
Motor/Antrieb 2 Benziner-Hybride: 1,8-Liter mit 140 PS, 2,0-Liter mit 197 PS Systemleistung/stufenloses CVT-Getriebe/Front- oder elektrisch generiertet Allradantrieb.
Abmessungen4460/ 1825/ 1620 mm (L/B/H)
Marktstart/Preis 5. November/ab 37.790 Euro (2,0-Liter)