Der siebte Streich ist vollelektrisch

Motor / 16.09.2022 • 12:01 Uhr
Škoda Vision 7S: Das Showfahrzeug liefert eine Vorschau auf die künftige Modell-Optik.Werk
Škoda Vision 7S: Das Showfahrzeug liefert eine Vorschau auf die künftige Modell-Optik.Werk

Škoda entwirft Design und Logo neu, das Concept Vision 7S ist Vorbote eines bis zu siebensitzigen SUV.

Prag Einen eigenständigen, unverkennbaren Designstil haben die Tschechen auf ihrem Erfolgsweg entwickelt. Der ist geprägt von Zeitlosigkeit und einem hohen Maß an Pragmatismus. Jetzt geht Škoda einen Schritt weiter, in Richtung Minimalismus. Die Evolutionierung des Logos ist dafür ein markantes Zeichen dafür, dem praktische Überlegungen zugrunde liegen: Das charakteristische Hatschek überm S ist nicht jeder Sprache Sache. Mit der neuen, reduzierten Version korrespondiert die künftige Gestaltungslinie, die noch mehr als bisher auf modischen Zierat verzichtet – auf dem Concept Car ist weder hinten noch vorne noch seitlich das Pfeil-Emblem appliziert – und dennoch den typischen Stil weiterführt. Die Studie Vision 7S ist ein Vorbote dafür. Neu angedachte Lösungen werden zwar vermutlich nicht in allen Ex- und Interieur-Details in die Serie einfließen, doch wird sich das in Prag präsentierte Konzeptfahrzeug im Wesentlichen in einem bis zu siebensitzigen Crossover manifestieren, dessen Debut für 2026 angekündigt ist.

Über 600 Kilometer Reichweite

Zählt man die bisherigen SUV-Modelle chronologisch durch, ist das Showcar der siebente Streich. Der vollelektrisch realisiert werden wird, basierend auf dem MEB-Konzernbaukasten, mit 89-kWh-Akku und einer prognostizierten Reichweite von mehr als 600 Kilometern sowie einer Ladeleistung von bis zu 200 kW. Die Wasserstoff-Brennstoffzelle ist kein Thema, Škoda bleibt dezidiert auf der Strom-Schiene. Bis 2030 sollen siebzig Prozent aller neuen Modelle Vollelektriker sein, wie es im Strategie-Plan bis 2030 festgeschrieben ist. Dafür wenden die Tschechen in den kommenden fünf Jahren 5,6 Milliarden Euro auf. Weitere 700 Millionen sind für die Digitalisierung veranschlagt, zusätzliche 500 Millionen sollen in die Mitarbeiter-Qualifizierung fließen.

Die Škoda-Teams realisieren die Umsetzung der künftigen Modelle unter den gleichen Prämissen, wie sie für das gesamte Portfolio gelten. Dazu gehören ausgeklügelte Praxisdetails. Siehe zum Beispiel eine neue Interpretation des Kapitels Sitzkonfiguration: Der siebente Platz im Vision 7S kann, zentral postiert, eine Art Babyschale sein. Und fürs minimalistisch-futuristische Cockpit haben sich die Entwickler ein drehbares Display einfallen lassen, das etwa während einer Ladewartezeit vom Informations- zum Entertainment-Angelpunkt umfunktioniert wird.

Pflege der Stammmodelle

Bei aller Strom-Orientierung werden die Stammmodelle weiterhin gepflegt. Das Markenflaggschiff Superb kommt nächstes Jahr neu, der Kodiaq ein Jahr darauf. Gleichzeitig startet ein Kompakt-Elektriker. Ab 2026 wird es dann vollelektrisch, es wird nicht nur mit dem Serien-Vison 7S soweit sein, auch mit einem – lang erwarteten – Strom-Kleinwagen. bkh

Reduziertes Design, simplifiziertes Logo, Absenz von Emblemen.
Reduziertes Design, simplifiziertes Logo, Absenz von Emblemen.
So könnte das Cockpit aussehen, drehbares Infotainment-Display.
So könnte das Cockpit aussehen, drehbares Infotainment-Display.
Das Serienfahrzeug auf Basis der Studie soll 2026 auf den Markt kommen.
Das Serienfahrzeug auf Basis der Studie soll 2026 auf den Markt kommen.

Fakten und Daten

Skoda-Fahrplan

2023: Superb, neue Generation

2024: Elektro-Kompakt-SUV auf Basis des Enyaq

2024: Kodiaq, neue Generation

2026: Elektro-Kleinwagen

2026: Elektro-SUV/-Crossover auf Basis der Studie Vision 7S