Tradition in neuer Interpretation

Motor / 27.05.2022 • 09:16 Uhr
Citroën C5 X: Mit dem Crossover kehrt die Doppelwinkelmarke in die Mittelklasse zurück.Werk
Citroën C5 X: Mit dem Crossover kehrt die Doppelwinkelmarke in die Mittelklasse zurück.Werk

Die Rückkehr ins D-Segment legt Citroën mehrdimensional an: Der C5 X ist Limousine, Kombi und SUV in einem.

Wien Es ist ein Staffellauf: Der C5 Aircross hat die Flaggschifffahne übergeben. An den C5 X. Eigentlich ein logischer Schritt, denn die Stammdomäne von Citroën ist die Limousine – wir erinnern uns an die DS und ihre Erben. 2017 war der vorerst letzte Vertreter des D-Segments, der C5, ausgelaufen. Ein Nachfolger wurde bereits 2019, zum 100-Jahr-Jubiläum der Doppelwinkelmarke, angekündigt. Doch verzögerte die Corona-Pandemie die Finalisierung. Die war mit dem heurigen Frühjahr schließlich vollzogen. Für die Benennung hat Citroën auf Kontinuität gesetzt, es blieb bei C5, und das X-Suffix steht für eine neue Interpretation der Mittelklasse à la Citroën: Es ist ein Mix aus (Schrägheck-)Limousine, Kombi und (einem Schuss) SUV, unterm Strich ein Crossover. Fürs Traditionelle – für den Konnex zur DS – sorgen Designdetails im Stil der Ikone. Was nicht der einzige Bezugspunkt ist, denn die Déesse der 1960er- und 1970er-Jahre galt als richtungsweisend für Komfort. Hier knüpft Citroën wieder an. Demzufolge ist eine der Hauptdomänen des C5 X kommode Fahrwerksausgewogenheit dank aktiver Federung, ergänzt durch komfortable Loungemöblierung im geräumigen Interieur.

Das soll zu langen Fahrten, zu familiären Urlaubreisen einladen. Dafür offeriert Citroën derzeit zwei Antriebe. Zum Ersten einen 1,2-Liter-Benziner, einen guten Bekannten aus dem Konzernregal. Dessen 131 PS, portioniert durch eine achtstufige Automatik, reichen für nicht steigungsintensive Regionen durchaus aus. Akustisch drängt sich der Dreizylinder nicht allzu sehr in den Vordergrund, permanent präsent ist er trotzdem.

Was nichts daran ändert, dass das Fahrwerk so gut wie jede Fahrbahnunbill sanft, aber bestimmt und stets unschaukelig wegfiltert. Das gilt erst recht für die Plug-In-Hybrid-Version, die mit 224 Systemleistung kräftig motorisiert ist. Damit sind sehr flotte Etappen selbst auf deutschen Autobahnen möglich. Doch zum Sportler wird der frontgetriebene Franzose dadurch nicht. Das ist auch nicht die Absicht von Citroën, sondern entspanntes Fahren bei höchstmöglicher Sicherheit. Dafür ist vorgesorgt, mit einem kompletten Angebot an elektronischen Aufpassern und Helfern.

Das Topmodell der jungen Baureihe ist vorerst der Plug-In-Hybrid. Bei aller Crossover-Orientierung: Allradantrieb ist nicht vorgesehen. Dafür das nötige Rüstzeug, vor Umweltzonen nicht Halt machen zu müssen: Die Elektroreichweite liegt im aktuellen Durchschnitt, mit rund 55 Kilometern. Serienmäßig an Bord ist ein einphasiger 3,7-kW-Lader, Option ist ein kapazitiv doppelt so starker. Je nachdem ist der 12,4-kWh-Akku in eindreiviertel oder in dreieinhalb Stunden voll gefüllt. BKH

Das Fahrwerk federt jede Fahrbahnunebenheit sanft aber bestimmt ohne zu schaukeln weg.

Selbstbewusstes Heck mit markanter Konturierung und LED-Rückleuchten.
Selbstbewusstes Heck mit markanter Konturierung und LED-Rückleuchten.
Die Gestaltung stammt von Citroën, die Technik aus dem Konzernregal.
Die Gestaltung stammt von Citroën, die Technik aus dem Konzernregal.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 1,2-l-Benziner (Dreizylinder) mit 131 PS, 1,6-l-PHEV mit 224 PS Systemleistung/8-Stufen-Automatik/Frontantrieb; PHEV: AKKU/E-REICHWEITE 12,4 kWh/54-55 Kilometer km (lt. WLTP).

Martkstart/Preisbereits erfolgt/ab 38.230 Euro (Benziner), ab 47.830 Euro (PHEV).