Ein zuverlässiger Wegbegleiter ohne unnötigen Firlefanz

Motor / 22.04.2022 • 09:39 Uhr
So einfach geht angenehme Auffälligkeit: In „Arizona Orange“ bekennt der Dacia Duster tatsächlich Farbe. VN/Steurer
So einfach geht angenehme Auffälligkeit: In „Arizona Orange“ bekennt der Dacia Duster tatsächlich Farbe. VN/Steurer

Der aufgefrischte Dacia Duster bleibt seinen soliden Eigenschaften treu.

dacia Manchmal ist es einfach nur die Autofarbe, die gute Laune macht. Im Fall des modellgepflegten Dacia Duster heißt das: Arizona Orange! So klappt´s auch mit der sofortigen Wiedererkennung auf dem vollbesetzten Großparkplatz vor dem Gartencenter. Die Annäherung an den soliden Vernunfttypen ist also schon einmal geglückt.

Der Karpaten-SUV im griffigen Kompaktformat will kein Blender sein. Das Antlitz verschönert nun ein neuer Kühlergrill samt auffälliger Rückleuchten und Scheinwerfer mit LED-Technik. Überdies ist da noch der angepasste Dachspoiler zwecks besserer Aerodynamik. Das war´s dann. Um die günstige Ausgangsposition zu wahren, gilt es schlichtweg frei von Übertreibung zu bleiben. Dass der Duster ein genügsamer Geselle ist, lässt sich auch im Innenraum ablesen.

Das nüchterne Einrichtungskonzept folgt der Maxime: Einfach hineinsetzen und losfahren, das Auto erklärt sich von selbst. Die Armaturen sind einfach, aber nicht einfallslos. In der Mittelkonsole thront nun ein 8-Zoll-Touchscreen. Über das aktualisierte Multimedia-/Navi-System ist die informative Grundversorgung vollauf gesichert. Mit Beigaben wie Klimaautomatik, Rückfahr- und Rundumkamera, Totwinkelwarner sowie Sitzheizung und komfortabler Sitzpolsterung sorgt der Duster für Standards, die den Aufenthalt im Auto angenehm erleben lassen. Den diskreten Flirt mit der Dynamik vollführt der 4,34 Meter lange Hochsitztyp in der Topversion als Dacia Duster TCe 150. Der Vierzylinderbenziner macht aus 1,3 Liter Hubraum 150 PS locker. Wir waren im VN-Test mit dem Fronttriebler in Kombination mit dem 6-Gang-Doppelkuppler unterwegs. Mit dem Antrieb waren wir im urbanen Umfeld vergleichsweise flott unterwegs. Und eine Parklücke findet der wendige Duster praktisch immer. Auch auf Überlandfahrten geht es durchaus munter voran. Kurvenstabilität und Fahrleistungen des 1300-Kilo-Leichtgewichtlers genügen normalen Anforderungen allemal. Zudem sorgt der beachtliche 2,67-Meter-Radstand für ordentlichen Geradeauslauf und verhindert gröbere Nickschwingungen. Was man sich indes noch wünschen darf, ist eine harmonischere Auslegung des Doppelkupplungsgetriebes und mehr Rückmeldung aus der Lenkung. Der leichte Unmut ist schnell verflogen, wenn es ums Einladen in den Duster geht. Da ist Platz genug im Kofferraum. Mit 445 bis maximal 1478 (bei umgelegter Rückbank) Litern Stauraum ist für Alltagserfordernisse bis hin zum aufwendigen Einkauf im Gartencenter zwecks Neubegrünung der heimischen Terrasse vorgesorgt. VN-HGP

Hechleuchten jetzt mit Y-Grafik. Die Heckpartie signalisiert moderne Einfachheit.
Hechleuchten jetzt mit Y-Grafik. Die Heckpartie signalisiert moderne Einfachheit.
Das Cockpit ist insgesamt von gefälliger Übrsichtlichkeit und klarer Gliederung.
Das Cockpit ist insgesamt von gefälliger Übrsichtlichkeit und klarer Gliederung.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 4-Zylinder-Benziner, 150 PS, 250 Nm bei 1700 U/min, Frontantrieb, 6-G-Doppelkupplng

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 km/h: 9,7 Sek., Spitze: 199 km/h, Norm: 5,4 l (141g CO2/km) Test: 6,8 l

Preis Grundpreis: 22.789 Euro, Testwagen: 23.889 Euro.