Kraftkur für die schicken Katalanen

Motor / 18.03.2022 • 11:48 Uhr
Gegen Aufpreis kann der Formentor VZ5 satte 450 statt 390 PS haben. Werk

Cupra spendiert dem Born ein Power-Plus auf 231 PS. Den Formentor VZ5 kann man auf 450 PS pushen.

Cupra Ein neuer Anfang und ein absehbares Ende kennzeichnen die bisherige Geschichte der Sub-Marke von Seat. Das Label wurde vor vier Jahren gegründet. Der Name setzt sich aus „Cup“ und „Racing“ zusammen. Zuvor war Cupra das Markenzeichen für die dynamischen Topmodelle von Seat gewesen.

Die Startmodelle der Jungmarke, Leon und Ateca, basierten auf gleichnamigen Seat-Typen. Die erste Eigenkreation ist der Formentor. Er hat erfolgreich etabliert, als meist verkauftes Modell der Katalanen.

Für den SUV-Crossover offeriert Cupra eine breite Antriebspalette, von Selbstzündern über elektrifizierte Otto-Motoren bis zu einem ebenso legendären wie elitären Topbenziner: im allradgetriebenen und auf 7000 Stück weltweit limitierten VZ5 agiert ein 2,5-Liter-Turbo, eine Lizenzgabe von Audi. Damit sind ebenso sportliche wie turbulente Fahrleistungen garantiert.

Erfolgreicher Start

Für Turbulenzen anderer Art sorgt die derzeitige Transformation von Verbrennungs- auf lokal emissionsfreie Elektroantriebe. Cupra hat darauf in gewohnt dynamischer Manier reagiert und im Vorjahr den Born als ersten Vollektriker auf dem Markt platziert. Erneut mit großem Erfolg: In den ersten beiden Monaten dieses Jahres hat der Kompakte einen US-Mitbewerber überholt und sich in seinem Segment in Österreich an die Spitze der Neuzulassungsstatistik gesetzt.

Jetzt hat Cupra sowohl für den Verbrennungsmotorspitzensportler als auch für den Stromer eine Kraftspritze parat. Den Formentor VZ5 kann man, wenn 390 PS und 480 Nm nicht ausreichen, gegen Aufpreis mittels Upgrade-Kit stärken. Das Haus- und Hof-Tuningunternehmen des VW-Konzerns, Abt, offeriert ein Leistungspaket, das dem Katalanen 450 PS und 530 Nm beschert. Man mag meinen, dass das keinen großen Unterschied macht, doch nicht nur auf gesperrtem (Drift-)Parcours entfaltet der Fünfzylinder noch spontaneres Antritts-temperament und noch höhere Gaspedalsensibilität.

Das kann, umgelegt auf E-Antrieb (per Heckachse), jetzt auch der Born bieten. Startklar sind die e-Boost-Varianten des Stromers. Per Knopfdruck – die entsprechende Taste ist auf dem Lenkrad platziert – setzt der Elektriker in der 204-PS-Variante kurzfristig zusätzliche 27 PS frei.

Performancepaket

Bezahlt macht sich das nicht nur bei flotten Ampelstarts, es sorgt ebenso für rascheres Überholen. Traktionsseitig entwickelt der Katalane bei strenger Zähmung durch elektronische Fahrdynamikassistenten keine Durchdreh- oder Ausbruchstendenzen: weder auf frühlingshaft angewärmtem Asphalt noch in nordischem Schnee oder auf polarem Eis. Wer nicht nur auf Zweiterem dennoch driften will: Cupra offeriert ein Performancepaket mit abschaltbarer Stabilitätskontrolle.

Cupra Born e-Boost: mit kleinem Akku flotter, mit großer Batterie weitreichender.
Cupra Born e-Boost: mit kleinem Akku flotter, mit großer Batterie weitreichender.
Aktivierbar ist der Zusatzschubper Aktivatortaste auf dem Volant.

Fakten und Daten

CUPRA BORN E-BOOST 1 E-Aggreat mit 204 – 231 PS/einstufige Automatik/Heckantrieb/58 oder 77 kWh

Preis: ab 41.990 Euro

CUPRA FORMENTOR VZ5 ABT 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbobenziner mit 390 (450) PS und 480 (530) Nm/8-Gang-DSG/Allradantrieb 250 (270) km/h Top-Speed.
Preis: Ab 79.990 Euro. Upgrade-Kit: rund 5000 Euro.