Gesenktes Dach, gestiegene Reichweite

Motor / 18.03.2022 • 11:50 Uhr
Škoda Enyaq Coupé iV: günstigere Aerodynamik dank abgeflachtem Dach. Werk
Škoda Enyaq Coupé iV: günstigere Aerodynamik dank abgeflachtem Dach. Werk

Eleganz addierte Škoda zu den Praxis-Eigenschaften des Enyaq iV. Das Coupé ist zudem sparsamer mit dem Strom.

ŠKODA Nach der erfolgreichen Einführung des ersten vollelektrischen Tschechen folgt nun das coole Derivat. Ganz dem Trend entsprechend fächert auch Škoda das Stromer-Angebot in die Genres SUV und SUV-Coupé auf. Das ist für eine Marke, die sich vor allem Alltagstauglichkeit und Praktikabilität auf die Fahnen geheftet hat, vielleicht keine so ganz leichte Aufgabe. Das Resultat soll schließlich nicht bloß schön aussehen, sondern es muss nach wie vor eine Reihe von praktischen Kriterien erfüllen, wie etwa ein familiengerechtes Raumangebot.

Das kann der Tscheche trotz optisch heckwärts abgesenkter Karosserie: Im Coupé ist die Kopffreiheit für Fondpassagiere dank serienmäßigem Riesen-Glasdach mit der des SUV identisch. Und das Kofferraumvolumen ist um lediglich fünfzehn Liter geringer, es umfasst – weiterhin stattliche – 570 bis 1610 Liter.

Ein weiterer Effekt der schicken Dachlinie: Der Luftwiderstand ist minimiert. Das ergibt ein Reichweiten-Plus. Während der Enyaq mit der Standard-Karosserie bis zu 536 Kilometer schaffen soll, bescheinigt Škoda dem Coupé einen elektrischen Atem von bis zu 544 Kilometern.

Antriebsseitig ist grundsätzlich der größere Akku verbaut, mit 82 kWh Kapazität (die kleinere Batterie, mit 58 kWh, bleibt in Österreich alleine der SUV-Version vorbehalten). Dabei schauen entweder 204, 265 oder 299 PS heraus. Die niedrigste Leistungsstufe ist heckgetrieben, die stärkeren Varianten haben Allradantrieb, hier arbeitet ein zweites Strom-Aggregat an der Vorderachse mit.

Stichwort Leistungsstärke: Das Topmodell, mit 299 PS, läuft unter dem Performance-Label Škoda RS. Das soll exklusiv dem Coupé vorbehalten bleiben, und es ist gleichzeitig der erste rein stromgetriebene Sportler der Marke. Darin verbleiben die traditionellen Zutaten wie ein Sportfahrwerk mit Tieferlegung und Sportsitze mit integrierter Kopfstütze. Dazu kommt im Schrägdach-Stromer plakatives Dekor, wie das sogenannte Crystal Face, ein beleuchtbarer Kühlergrill.

In dieser Konfiguration absolviert das E-Coupé den Marktstart. In der Praxis benimmt sich der Power-Stromer komfortabel, was die Federung betrifft, akustisch zurückhaltend, was die Geräuschdämmung anbelangt. Kraftvoller Antritt ist dank satter Leistung – die 299 PS sind mit 460 Nm Drehmoment unterfüttert – ohnehin garantiert.

Mit dem Debüt des Coupé geht ein Software-Update für alle bisher ausgelieferten Enyaq-Modelle einher. Versprochen werden damit optimierte Bedienbarkeit, schlaueres Akku- und Lademanagement sowie Over-the-Air-Updates.

Mit sportlicher Mitgift bewegt sich das Enyaq Coupé RS iV trotz 2,2 Tonnen Gewicht leichtfüßig und komfortabel.

Kaum Raumeinbußen: Ins Ladeabteilpassen 570 bis 1610 Liter Gepäck.

Der RS ist auch farblich dynamisch– siehe kontrastierende Vernähung.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb zwei E-Aggregate, gesamt 299 PS, 460 Nm/einstufige Automatik/Allradantrieb/77 bzw. 82 kWh (netto/brutto)/bis 11 kW (AC), bis 120 kW (DC).

FAHRLEISTUNGEN/VERBRAUCH

0 – 100 in 6,5 sec., 180 km/h Topspeed/17,2 kWh/544 km (lt. WLTP).

PREIS ab 59.590 Euro. Erhältlich am 20. Mai