Elektriker auf Eroberungstour

Der neue Hyundai-SUV Ioniq 5 ist ein in jeder Hinsicht spannender Stromspender.
hyundai Hyundai hat den Schalter umgelegt und fährt mit dem neuen Ioniq 5 zukunftsweisend auf die Elektromobilität ab. Tatsächlich erzielt der progressiv durchgestylte Korea-Stromer die volle Ladung an Aufmerksamkeit. In eine knackig-kantige Hülle gepackt, sorgt er mit in Front und Heck eingearbeiteten, futuristisch anmutenden Effekten für einen spannenden Auftritt.
So Finessen wie das optionale Solarpaneldach sollen überdies für eine Extra-Reichweite sorgen. Was wir uns dagegen an Regentagen während der VN-Testfahrten noch lieber gewünscht hätten, ist die Beigabe eines Heckscheibenwischers. Nach dem Motto „Wenn schon, denn schon“ hat Hyundai indes bei der Innenarchitektur gehandelt. Infolge des 3-Meter-Radstandes ergeben sich vorne wie hinten prima Platzverhältnisse. Das hochwertig wirkende Digital-Cockpit und Alu-Applikationen steigern die dynamische Anmutung im Umfeld. Die Instrumententafel mit den zwei 12,25-Zoll-Monitoren glänzt gleichsam in Widescreenoptik. So erfolgt via Display und Touchscreen eine perfekt aufbereitete Show für die Navi-, Entertainment- und Fahrinfos, dazu passt das augenfällige Head-up-Display. Mit Technik-Jokern wie den Totwinkel-Blinker-Kameras sowie dem Leder-Liege-Gestühl und dem Bose-Surround-Sound oder der Spracherkennung und dem Stauschlauberger bis hin zur elektrisch verschiebbaren Rücksitzbank ergibt sich eine Vorzüglichkeit, die beim ausgerufenen Preis aber auch erwartet werden darf. Mit zwei Tonnen ist der Ioniq 5 ein kräftiger Brocken. Durch das 453-Kilo-Akkupaket im Unterboden ergibt sich aber auch ein niedrigerer Schwerpunkt, der wiederum zu einem erhöhten Fahrvergnügen führt. In der Top-Version kommt der Hyundai-Elektriker mit dem 72,6-kWh-Stromspeicher daher. Im Zusammenspiel mit dem 217-PS-Elektromotor, der in unserem Testwagen steckte, wird der Korea-SUV, wenn herausgefordert, zur energiegeladenen Stromschnelle. Der Hit an Bord ist das 800-Volt-Systemnetz. Das lässt den Stromer nicht zum Heißläufer werden und erlaubt zudem superschnelles Nachladen. Mit 220-kW-Ladeleistung lässt sich der Akku damit an der Schnellladesäule in knapp 20 Minuten wieder auf 80 Prozent Batteriekapazität bringen. Voll im Saft soll es in der Theorie bis zu 460 Öko-Kilometer weit gehen. In der Praxis ging sich das für uns leider nicht aus. Indes war eine 300-km-Reichweite, mit zwischenzeitlicher Disziplin zur sorgsam-soften Fahrweise gerade auf Autobahnetappen, durchaus drin. Die gute Nachricht an alle Hin- und Her-Pendler: Die Alltagstauglichkeit des in jeder Hinsicht spannenden Stromspenders ist somit garantiert. VN-HGP



Fakten und Daten
Motor/Antrieb Synchron-Elektromotor, 160 kW/217 PS, 350 Nm, Heckantrieb mit fester Übersetzung.
Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 km/h: 7,4 Sek., Spitze: 185 km/h, Norm: 16,8 kWh/100 km, Test: 24,8
Preis Grundpreis (Top-Line): 56.990 Euro, Testwagen: 62.040 Euro.