Rundum eine glatte Sache

Motor / 22.10.2021 • 10:20 Uhr
Der von aerodynamisch-glatte Kia EV6 hebt sich äußerlich von der bisherigen Designlinie der Marke deutlich ab.Werk
Der von aerodynamisch-glatte Kia EV6 hebt sich äußerlich von der bisherigen Designlinie der Marke deutlich ab.Werk

Der EV6 ist der erste Vorbote einer komplett neuen Elektropalette von Kia.

Kia Der EV6 ist Kias Interpretation der Möglichkeiten, die sich durch die neue G-EMP-Plattform ergeben – Konzernschwester Hyundai startete auf selber Basis ebenfalls erst kürzlich den Ioniq 5. Theoretisch könnte um den batterieelektrischen Crossover künftig eine ganze Palette von EV1 bis EV9 wachsen. Beim Design verlässt Kia hier das angestammte Mainstream-Revier: Der EV6 ist ein auffallend flüssig und glatt gestylter Crossover mit einem auffälligen Heckbürzel, der vom entlang seiner Kante gezogenen Leuchtband noch betont wird.

Innovativ gibt sich auch das Innenraumdesign: Ein ganz auf den Fahrer ausgerichtetes Cockpit mit schwungvollem Layout und einer freischwebenden Konsole zwischen den Sitzen ohne Verbindung zum Armaturenbrett. Der sich über die halbe Cockpitbreite ziehende Digitalschirm ist grafisch in Instrumenten-Anzeige und Infotainment-Touchscreen geteilt. Das zentrale Kontrollpaneel wechselt auf Knopfdruck zwischen einer Kommandoleiste mit Direkteinstiegsfeldern in die Bildschirmmenüs oder einer für die Klimasteuerung. Neu dazu gekommen ist eine Taste für die direkte Auswahl der Fahrmodi am Volant. Trotz aller Innovationen bleibt der EV6 aber der bisherigen Kia-Bedienlogik treu, ihre Elemente wurden nur modernisiert und ein wenig umsortiert.

Mit gut 4,7 Meter ist der Elektro-Crossover der Kompaktklasse bereits entwachsen, statt dessen schließ er schon zum Markenflaggschiff Sorento auf. Dank der eher kurzen Frontpartie setzt der EV6 seine Außendimensionen aber auch in einen besonders großzügigen und geräumigen Passagierraum um.

Die Leistungsstufen werden vorerst 170 oder 229 PS mit Hinterradantrieb oder 326 PS mit Allrad-Antrieb geboten. Die Einstiegsvariante ist mit einer 58 kWh-Batterie kombiniert, die stärkste mit einer zu 77 kWh, für mittlere kann zwischen den beiden Akku-Größen gewählt werden. Mit dem Kampfgewicht von an die zwei Tonnen kommt Basisversion nicht allzu leicht zurecht, mit 229 PS fühlt sich der EV6 schon ausreichender motorisiert an. Die Leistungsreserven der beinahe noch einmal 100 PS stärkeren Allrad-Version bewegen die Fahrzeugmasse naturgemäß auch am Souveränsten. Bei weitreichender Vermeidung von Autobahnpassagen ist damit in der Praxis dennoch ein Verbrauch um die 18 kWh je hundert Kilometer und damit auch die WLTP-Reichweite von 470 Kilometern möglich. Im Herbst kommenden Jahres wird noch eine 585 PS-Variante nachgereicht, die bereits vorab mit 69.990 Euro eingepreist ist. Mit einem Starttarif ab 43.990 Euro positioniert sich der EV6 aber günstiger als die direkten Mitbewerber VW ID.4, Skoda Enyaq oder Ford Mustang Mach E. PAB

Der EV6 kombiniert Designanspruch mit praktischer Bedienlogik und empfiehlt sich als flotter Elektrogleiter.

Assymetrisches, schwungvolles Cockpit-Layout mit volldigitalisierten Anzeigen.
Assymetrisches, schwungvolles Cockpit-Layout mit volldigitalisierten Anzeigen.
Auch der Enten-Bürzel ist der Aerodynamik geschuldet.
Auch der Enten-Bürzel ist der Aerodynamik geschuldet.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb : 1 (Heckantrieb) oder 2 (Allradantrieb) E-Antriebe 170, 229 oder 326 PS, 1-Gang-Automatik

Fahrleistung/Verbrauch 0-100 km/h 5,2-8,5 Sek., Höchstgeschwindigkeit 185 km/h , 16,5-18,4 kWh/100 km; Reichweite 394-506 km

Preis ab 43.990 Euro