So ein feiner Kleiner braucht sorgsame Zuwendung

Motor / 06.11.2020 • 11:48 Uhr
Der knackig-kantige Kleindarsteller will groß ankommen. Nach der Modellpflege macht der Mitsubishi Space Star jetzt einen richtig frischen Eindruck. VN/Stiplovsek
Der knackig-kantige Kleindarsteller will groß ankommen. Nach der Modellpflege macht der Mitsubishi Space Star jetzt einen richtig frischen Eindruck. VN/Stiplovsek

Mitsubishi hat den Space Star ordentlich aufgemöbelt.

Mitsubishi Um den beliebten Minimalisten weiter in den Mittelpunkt zu stellen, hat Mitsubishi dem Space Star eine kräftige Modellpflege gegönnt. Um eine Handbreit verlängert, misst der Nippon-Mini nun schon knapp 3,85 Meter. Seine länger gezogene Nase streckt er durch die neue „Dynamic Shield“-Front selbstsicher in den Wind. Insgesamt eckiger und kantiger geworden, wirkt der Autozwerg tatsächlich großspuriger.

Von der Anschaffung her lockt das Sternchen indes weiter mit dem Argument der kleinpreisigen Alternative und zielt so auf Vernunfttypen ab, die beim Autokauf nicht wollen, dass sich gleich ein größeres Loch in ihre Geldtasche brennt. Wer beim Space Star die „Invite“-Version wählt, wird an Bord so angenehme Zutaten wie Sitz- und Lenkradheizung, Klimaautomatik, Tempomat sowie Spurhalte- und Notbremsassistent samt Fußgängererkennung vorfinden. Das neue Infotainment-/Navi-System funktioniert mit aktueller Smartphone-link Technologie.

Was dem Mitsubishi-Mini für die weitere Zukunft noch zu gönnen wäre, ist, dass das Interieur und Cockpit noch mehr Frische erfahren, die der vorherrschenden Nüchternheit entgegenwirkt. Ansonsten fühlt man sich im Kleindarsteller gut aufgehoben. Natürlich darf man sich in der Minimalklasse keine Raumwunder erwarten. Das Gepäckabteil fasst 235 Liter, durchs Umlegen der Rückenlehnen werden immerhin über 900 Liter Stauraum draus. Im Alltagsverkehr zeigt sich, dass der Mini-Mitsubishi in der von uns gefahrenen 80 PS-Version ein kreuzbraver Typ ist. Der 3-Zylinder-Saugbenziner bringt den 900-Kilo-Leichtgewichtler unaufgeregt voran. Der Space Star fährt sich kommod, die meiste Zeit auch angenehm gefedert. Mit dem 1,2-l-Motörchen lässt es sich am besten einfach im Fließverkehr mitschwimmen.

Das genügsame Triebwerk zu Höchstleistungen anzustacheln, ist dagegen ein zähes Unterfangen. So lässt sich auf der Autobahn auf dem Weg zur Höchstgeschwindigkeit beinahe jeder Mittelstreifen mitzählen. Also lieber gelassen bleiben. Und bei entschleunigter Gangart bleibt schließlich auch für die Vorfreude aufs Ankommen einfach mehr Zeit. VN-HGP