Neustart mit Pkw-Komfort

Kurz nach dem Start des neuen Land Rover Defender ist das Motorenprogramm umgestellt, mit 3,0-l-Sechszylinder-Benzinern und -Dieseln, sowie einem Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang.
Recht weit entfert von Pkw-Komfort war die englische Offroad-Ikone schlechthin bislang immer gewesen. Der Land Rover von 1948, der erst später (1990) auf den Namen Defender getauft wurde, war mitnichten als komfortable Familienkutsche konzipiert, sondern als robustes und geländegängiges Arbeitstier. Und nicht, wie etliche Vertreter dieser Klasse, für den militärischen Einsatz.
2016 wurde die Produktion des Landie, wie er gerne genannt wird, eingestellt. Mit der Ausnahme einer finalen, auf 150 Exemplare limitierten Works-Sonderedition mit 5,0-Liter-V8-Benziner und 408 PS.
Paradigmenwechsel
Die Neuauflage, heuer auf den Märkten gestartet, ist eine völlig andere, viel diskutierte Interpretation des Defender. Fakt ist, dass es mit der Knorrigkeit vorbei ist. Das Thema Leiterrahmen ist passé. Neu ist nicht nur die Kombination aus Onroad-Komfort und Offroad-Fähigkeit, ebenso die Verknüpfung von Familientauglichkeit und Abenteuertalenten.
Das resultiert in völlig neuem Raumangebot, das im Defender 110 sieben Sitze, mit Mittelplatz in Reihe eins sogar acht ermöglicht. Dazu kommen penible Geräuschdämmung, mehrfach justierbare Fahrwerke – mit denen man auch auf der Autobahn flott und spurstabil unterwegs ist – und komfortorientierte Ausstattungsdetails ebenso wie ein digitales Cockpit, Infotainment, Navigation, permanente Vernetzung und elektronische Fahrassistenten. Trotz dieser neuen Pkw-Eigenschaften ist er ein souveräner Offroader geblieben.
Option: Plug-in-Hybrid
Von Grund auf neu aufgestellt ist ebenso das Antriebsprogramm, getrimmt auf Verbrauchs- und Emissionsgenügsamkeit. Den Marktstart absolvierte der Engländer, der in Nitra, Slowakei, gebaut wird, mit Zweiliter-Vierzylinder-Benzinern und -Dieseln. Dazu kam ein neuer Reihensechszylinder-Otto. Jetzt wird ergänzt um Selbstzünder-Reihensechszylinder, und auch der avisierte Plug-In-Hybrid – eine Kooperation aus 2,0-l-Benziner und Elektro-Aggregat mit 404 PS – ist demnächst startklar. Der Preis: ab 66.580 Euro. Das kostet der allradgetriebene D200 (3,0-Liter-R6-Diesel) mit 200 PS und achtstufigem Automatikgetriebe in der Einstiegs-Ausstattungsstufe.
