Mazda springt auf Elektrozug auf

Batterie-Auto soll im zweiten Halbjahr 2020 kommen.
Mazda Nun also auch Mazda! Die Zurückhaltung beim Thema Elektroauto hat der Hersteller aus Fernost jetzt endgültig abgelegt und sein erstes reines Batterieauto als Premiere auf die Bühne der Heimmesse in Tokio gestellt. Der Strom-Mazda basiert auf keinem bestehenden Modell, ist vielmehr von Grund auf als Elektrofahrzeug konzipiert. Auch optisch hebt sich der MX-30 von seinen „Benzinbrüdern“ ab, kommt mit einem eigenständigen Design daher. Markantes Detail des schicken SUV: die schmalen, nach hinten öffnenden Fondtüren.
Für die Marke typisch ist der eher minimalistische Ansatz. Statt Megabatterie setzt Mazda auf Vernunft und kleinere Reichweiten. 35,5-kWH-Lithium-Ionen-Akkus ermöglichen rund 250 Kilometer, womit die meisten Kunden das Auslangen finden sollten. Laut nachgedacht wird schon länger über einen möglichen Range-Extender in Form eines kleinen Wankelmotors, die die Reichweite auch über die Alltagbedürfnisse anheben soll.
Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Die Gegenwart rollt bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu den heimischen Händlern. Kleinere Batterien sollen für leistbare Preise sorgen und der E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen. Die Zahlen jedenfalls kennen nur eine Richtung: steil nach oben. 2015 wurden in Österreich lediglich 1806 Elektroautos zugelassen. Für 2020, wenn auch Mazda auf den Elektrozug aufspringt, sind bereits 12.800 Fahrzeuge prognostiziert.