Schnittig mit dem Wind strömen

Motor / 30.08.2019 • 10:48 Uhr
Volkswagen Arteon: Das Viertürcoupé auf Basis des Passat ist in seiner Klasse das Komfort- und Ausstattungsflaggschiff der Wolfsburger.

Volkswagen Arteon: Das Viertürcoupé auf Basis des Passat ist in seiner Klasse das Komfort- und Ausstattungsflaggschiff der Wolfsburger.

Mit der Coupévariante des Passat setzt VW auf verfeinerte Lebensart an Bord des Parademittelklasslers, samt reichhaltiger Ausstattung in Bezug auf Komfort und Sicherheit.

Seine elegante Seite zeigt der VW Passat bereits seit 2008 als Coupé, damals auf Basis der sechsten Generation des nach dem reisegünstig strömenden Wind benannten Mittelklasslers. Lanciert wurde es als Passat CC, das stand für „Comfort Coupé“. Siehe vier Türen. Siehe ein Raumangebot, das dem der Limousine kaum nachsteht. 2012 änderte man die Modellbezeichnung auf „CC“. In der aktuellen Generation kreierten die Wolfsburger einen eigenen Namen, das aktuelle Eleganzmodell heißt Arteon (ab 2017). Dieser Name setzt sich aus „Art“ (= Kunst) und „eon“ zusammen, vermutlich eine Hommage an den einstigen Luxusklassevertreter Phaeton.

Feine Mitgift

Volkswagen positioniert den Arteon in der Oberklasse, deutlich abgesetzt von der Basis. Dem zugrunde liegt eine gegenüber der Standardlimousine und dem Kombi verlängerte Karosserie, die mit 4862 Millimetern immer noch deutlich unter der Fünf-Meter-Marke bleibt, beim Radstand wurden 4,6 Zentimeter draufgelegt. Auf der gehobenen Seite angesiedelt ist die Serienmitgift, mit unter anderem mehrzoniger Klimaanlage, Alcantara-/Ledersitzen, Infotainmentsystem inklusive Navigation, LED-Scheinwerfern und 18-Zoll-Alurädern. Auch ist serienmäßig eine Reihe von Assistenzsystemen Standard inklusive Abstandsregeltempomat. Sportlich aufgepeppt werden kann das mit adaptivem Fahrwerk und elektronischem Sperrdifferenzial.

Starke Antriebe

Stichwort Raumangebot: Vorne wie hinten ist es um die Knie luftig. Den Kopf einziehen beim Einsteigen in den Fond muss man dann, wenn man das Durchschnittsgrößenmaß überragt. Doch einmal Platz genommen auf der Rückbank ist es auch im Obergeschoß recht kommod. Kombiverdächtig, im Klassenvergleich, sind die Kofferraummaße: Mindestens 563 und – nach Umklappen der Fondlehnen – bis 1557 Liter Gepäck können im Heck verstaut werden. Auch ist es nicht nötig, Einkaufstaschen oder größere Behältnisse allzu hoch anzuheben. Die Ladekantenhöhe misst moderate 710 Millimeter.

An Antrieben stehen in Österreich derzeit ein Diesel und ein Benziner zur Auswahl, beide mit zwei Litern Hubraum und vier Zylindern, jeweils mit siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Der Selbstzünder hat 190 PS, der Otto 272 PS. Während bei Ersterem Allradantrieb optional ist, wird Zweiterer serienmäßig mit 4×4-System ausgeliefert.

Der Preis: ab 50.490 Euro. Das kostet der Fronttriebler als 2.0 TDI SCR (Diesel) mit 190 PS und siebenstufigem Direktschaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „Elegance“. Allradantrieb kommt auf ab 53.690 Euro mit gleichem Antriebsstrang und Mitgiftniveau.

Von digitalem Cockpit bis zu ausladendem Infotainmentdisplay ist die Elektronikmitgift vollständig.

Von digitalem Cockpit bis zu ausladendem Infotainmentdisplay ist die Elektronikmitgift vollständig.