„Trends werden nicht in Ingolstadt festgelegt“

Audi Seit vier Jahren ist Marc Lichte Designchef von Audi. Er soll der Marke zu neuer Strahlkraft verhelfen. Der Q8 trägt als eines der ersten Modelle seine Handschrift. Mit den VN sprach Lichte über das neue Gesicht der Q-Familie.
Was zeichnet das Design des neuen Q8 aus?
lichte Der Q8 läutet eine neue Ära in der Audi-SUV-Familie ein. Der lange Radstand, die kurzen Überhänge und die riesigen Räder sind perfekte Vorgaben für ein gutes Design. Im Innenraum gibt es ein neues Bedienkonzept. Die Touchscreens sind fast unsichtbar integriert. Wir haben Premium neu definiert und zeigen, was wir unter Luxus verstehen. Ich finde das Auto ein absolutes Highlight und bin richtig stolz darauf.
China gilt als der wichtigste Markt für den Q8. Spiegelt sich das beim Design wider?
Lichte Man kann die globalen Trends nicht von Ingolstadt aus festlegen. Das geht nicht. Deshalb haben wir weltweit digitale Designstudios – eines davon in Peking. Und beim Q8, das sage ich ganz offen – lag der Fokus natürlich auf China und den USA. Wir haben bewusst für die chinesischen Kunden, die expressives Design lieben, die Front entsprechend gestaltet.
Wird es diese Front auch bei anderen Modellen geben?
Lichte Den neuen achteckigen Singleframegrill werden Sie bei allen zukünftigen SUV-Modellen als Differenzierung zum sechseckigen Grill bei der A-Reihe sehen. Aber die jeweilige Ausprägung wird sich unterscheiden. So wird der nächste Q3 einen ganz eigenen Charakter haben.
Wie ist es gelungen, trotz Coupé-dach so gute Platzverhältnisse zu schaffen?
Lichte Respekt vor den Wettbewerbern, die das Segment schon vor Jahren kreiert haben. Wir sind jedoch, wie das bei Audi üblich ist, unseren eigenen Weg gegangen und haben nicht einfach ein Coupédach auf einen SUV-Körper gesetzt, sondern das Dach vorne niedriger angesetzt und in der Höhe bis zum Kopf gehalten und erst dann hinuntergezogen. Der Q8 sieht damit genauso sportlich aus, bietet aber eine deutlich bessere Funktionalität.