Dieselverkäufe nicht ins Bodenlose gefallen

Motor / 09.03.2018 • 15:07 Uhr
Dieselverkäufe nicht ins Bodenlose gefallen

Großes Interesse an neuer A-Klasse und stabile Verkaufszahlen bei Dieselautos.

Mercedes-Benz Audi überholt und BMW dicht auf den Fersen: 2017 war ein gutes Jahr für den Stuttgarter Premiumhersteller Mercedes am österreichischen Markt. Geschäftsführer Marc Boderke (49) ist mit den Absatzzahlen „absolut zufrieden“ und sieht große Potenziale. „Wir stehen mit der A-Klasse und der C-Klasse vor der Markteinführung zweier Volumensmodelle“, so der Automanager im Gespräch mit den VN. Vor allem beim Kompaktmodell ortet Boderke eine aussergewöhnliche Resonanz. Das bisherige Feedback sei überwältigend. Erklären lassen sich die hohen Erwartungen mit neuen Features, die in der A-Klasse erstmals zum Einsatz kommen. „Augmented Reality Funktionen“, die Kamera-Live-Bilder mit Navigationshinweisen verbinden, zählen ebenso dazu wie ein „User Interface“ – also die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Fahrer. „Wir haben hier mit einem Entwicklungsparadigma gebrochen“, sagt der Österreich-Geschäftsführer. So sei es in der Autoindustrie bisher üblich gewesen, dass neue Technologien zuerst in größeren und teureren Segmenten eingesetzt würden und erst später in den kleineren Baureihen. Bei der A-Klasse sei das jetzt anders. „Weil dort die Kunden sind, die sich für solche Features begeistern“, so Boderke. Die neue Kompaktklasse von Mercedes-Benz könnte damit zu einer wichtigen Säule beim weiteren Wachstum werden. Zugelegt habe man zuletzt aber nicht mit einem einzelnen Modell. Das gesamte Portfolio habe dazu beigetragen.

Dieselhybrid

In Genf zeigt Mercedes-Benz erstmals die überarbeitete C-Klasse mit Plug-in-Hybridantreib in einer Dieselvariante. Zudem feiert die neuen Dieselmotorengeneration Premiere. Boderke sieht auch für Selbstzünder in Österreich weiter große Potenziale. „Wir haben festgestellt, dass es zwar einen erhöhten Beratungsbedarf bei Verkaufsgesprächen gibt. Am Ende entscheiden sich dann aber noch immer viele für ein Dieselfahrzeug.“ Boderke spricht von marginalen Verschiebungen. Es sei keinesfalls so, dass die Dieselverkäufe bei Mercedes-Benz ins Bodenlose fallen.

Bei Mercedes-Benz gehört der Diesel jedenfalls auch weiterhin fix ins Programm. Derzeit gebe es in der Öffentlichkeit eine sehr emotional geführte Diskussion. Das wird sich legen, ist der Automanager überzeugt. Die Erwartungen in die neuen Motoren sind groß. „Technologisch sind die Motoren zukunftsweisend“, sagt Boderke. So habe man die Abgasnachbehandlung baulich direkt an den Motor kombiniert. Das garantiere einen hohen Wirkungsgrad. Die neuen Aggregate würden auch in Sachen reale Verbräuche neue Maßstäbe setzen.

Bei Mercedes-Benz in Österreich stehen die Zeichen jedenfalls weiter auf Wachstum. „Wir stehen mit den innovativen Produkten und der veränderten Markenwahrnehmung erst am Anfang“, ist Boderke überzeugt.

„Es ist keinesfalls so, dass bei uns die Dieselverkäufe ins Bodenlose gefallen sind.“

Sportwagen in genf

185 Exemplare des kroatischen Elektrosportwagens Rimac „C_Two“ mit unglaublichen 1914 PS Leistung sollen gesamt gebaut werden.

720 PS leistet die Messepremiere von Ferrari. Unter der Haube des 488 Pista arbeitet ein Vierliter-V8-Biturbo.

25 ausgewählte Kunden dürfen sich über die Neuauflage des New Stratos freuen. Gebaut wird der italienische Sportwagen von der „Manifattura Automobili Torino“

40 PS mehr leistet das in Genf gezeigte Mustang-Sondermodell „Bullit“. Das V8-Aggregat stellt jetzt satte 465 PS bereit.

500 km/h Höchst­geschwindigkeit. Die italienische Marke Corbellati stellt in Genf als Weltpremiere ein Hypercar mit 1800 PS Leistung vor.