SUV-Sportler nach Art des Hauses

Motor / 26.01.2018 • 13:49 Uhr
Kompakt-SUV in sportlichen Kleidern: Erste VN-Testfahrten zeigen, dass der Jaguar E-Pace sein sportliches Versprechen hält.werk
Kompakt-SUV in sportlichen Kleidern: Erste VN-Testfahrten zeigen, dass der Jaguar E-Pace sein sportliches Versprechen hält.werk

Auf den Jaguar E-Pace sind nicht nur die Briten stolz – vom Band läuft das Kompakt-SUV bei Magna in Graz.

JAGUAR Sie sind leider selten: Autos mit einem „Den will ich haben“-Faktor, die man gleich ins Herz schließt. Einer dieser Herzensbrecher ist das zweite SUV-Modell der britischen Nobelmarke Jaguar, das – alleine schon durch sein kompaktes Format – „sozialverträglich“ auftritt. Geballt auf nur 4,4 Metern Länge spiegelt der E-Pace die Kernwerte der Marke wider. Ganz nach Art des Hauses wird die Sportlichkeit zur Schau getragen, ohne dabei auf die britische Eleganz zu verzichten. Der kleine Bruder des F-Pace ist keine geschrumpfte Variante des Marken-Bestsellers, sondern ein sehr eigenständiger Vertreter in einem stark umkämpften Segment.

Das technische Rüstzeug hat er vom Range Rover Evoque, auf dessen Plattform er aufbaut. Im Gegensatz zu den anderen Jaguar-Baureihen geht der Neuzugang also mit einer Grundkonstruktion aus Stahl und nicht Aluminium und damit mit einem kleinen Rucksack in Sachen Gewicht an den Start. Ganz auf Alu verzichtet wird aber nicht. Die Leichtbaumaßnahmen verfehlen ihre Wirkung jedenfalls nicht, wie erste Testfahrten gezeigt haben. Der E-Pace hält sein optisches Versprechen und überrascht mit beeindruckender Agilität. Er versprüht im Kurvengeschlängel eine Leichtigkeit, die man ihm nicht auf Anhieb zutrauen würde. Mitverantwortlich dafür ist eine komplexe Mehrlenker-Hinterachse, die schon beim F-Pace zum Einsatz kommt, und ein hecklastig ausgelegter Allradantrieb. Was die 4×4-Technik in der Praxis zu leisten imstande ist, erstaunt. Auch offroad, wo an ein Weiterkommen eigentlich nicht zu denken ist, macht der Gelände-Jaguar, der dabei von der Expertise der Markenschwester Land Rover profitiert, eine gute Figur.

Zurück auf befestigtem Untergrund kann der Neuzugang so richtig brillieren. Ein breites Angebot an Antriebsvarianten mit sportlicher Ausrichtung steht zur Verfügung. Zwei Benziner und drei Diesel mit einem Leistungsspektrum von 150 bis 300 PS, wahlweise eine 9-Gang-Automatik oder bei den Einstiegsvarianten auch ein manuelles Schaltgetriebe sind zu haben. Als besonders harmonisch hat sich bei ersten Tests die Kombination aus 240-PS-Diesel und Automatikgetriebe erwiesen.

Da der Fünfsitzer sehr ordentliche Platzverhältnisse bietet, ist er trotz sportlicher Ausrichtung auch familientauglich. Die Briten sind jedenfalls zu Recht stolz auf ihr neues Baby. Und nicht nur sie. Auch in Graz, wo der E-Pace vom Band läuft, gibt es Grund zur Freude. Der erste Jaguar „Made in Austria“ hat das Zeug zum Bestseller.

Der erste Jaguar „made in Austria“ hat das Zeug zum Bestseller.

Schön gezeichnetes Heck, großer Kofferraum mit 557 Liter Ladevolumen.
Schön gezeichnetes Heck, großer Kofferraum mit 557 Liter Ladevolumen.
Fahrerorientiertes Cockpit im Stile des Sportwagens F-Type.
Fahrerorientiertes Cockpit im Stile des Sportwagens F-Type.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 2-Liter-Motoren, zwei Benziner (250 bzw. 300 PS) und drei Diesel (150 PS, 180 PS und 240 PS). 9-Gang-Automatik und 4×4-Antrieb; Einstiegsvarianten auch als Fronttriebler und mit Schaltgetriebe

Preis ab 37.000 Euro
Marktstart bereits erfolgt.