Verschärfte Dynamik trifft auf Kommunikationsbereitschaft

Carens optisch retuschiert und technisch upgedatet.
Kia Eindeutig der Kategorie Kombi zuzuordnen war der Carens, als er 1999 seine Modell-Laufbahn startete. Für Kia war zu dieser Zeit schickes Styling noch nicht oberste Priorität. Der südkoreanische Hersteller konzentrierte sich auf leistbare praktische Werte, was sich unter anderem in einer recht hohen Dachlinie äußerte. Das änderte sich in den folgenden beiden Generationen – noch – nicht wesentlich. Die dritte Modell-Überarbeitung aber resultierte bereits in der Installation einer Siebensitz-Option. Die hat der Carens in seine vierte Generation (ab 2013), mit der er sich zum Kompakt-Van gewandelt hat, mitgenommen. Was das Styling betrifft hatte erstmals der damals neu bei Kia installierte Design-Chef Peter Schreyer das Sagen. Er hat dem zuvor biederen Zweckmäßigen verschärfte Dynamik und Markanz verordnet. Das äußerte sich in akzentuierter Front-Gestaltung, was die Südkoreaner als „Tigernase“ bezeichnen. Er erhielt damit eine europäisch orientierte Anmutung wie seine Brüder – siehe Cee’d, Sportage und Venga. Obwohl er dabei kürzer (um zwei Zentimeter) geworden ist konnte das Ladeabteil auf ein Fassungsvermögen von bis zu 1650 Liter erweitert werden. Im Vorjahr wurde der Fernost-Van zur optischen und technischen Update-Kur geschickt. Das betrifft die Optik, die zwar nicht plakativ, doch deutlich akzentuiert wurde. Auch im Interieur haben die Stylisten Hand angelegt und die Inneneinrichtung von Armaturenboard bis Tür- und Dach- sowie Säulenverkleidung materialseitig aufgefrischt. Erhöht wurde die Kommunikationsbereitschaft, anhand von Smartphone-Integration, sowohl Apple als auch Android, und neuem Navigationssystem (mit 7“- bzw., in der Top-Ausstattungsstufe, 8“-Bildschirm). Das Konvolut an elektronischen Fahrhelfern wurde um drei Features ergänzt: Spurwechselassistent, Querverkehrswarner und Verkehrszeichenerkennung. Das Antriebsprogramm ist gut überblickbar und Diesel-orientiert. Einziger Benziner ist ein 1,6-Liter-Direkteinspritzer mit 135 PS. Den 1,7-Liter-Selbstzünder kann man mit 116 oder 141 PS bestellen. Die stärkere Variante ist, wie die anderen Aggregate
respektive Leistungsstufen, mit manuellem Sechsgang-Getriebe kombiniert. Oder, gegen Aufpreis, mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe. Allradantrieb ist für den Fronttriebler nicht vorgesehen.
Der Preis: ab 22.890 Euro. Das kostet der 1,6 GDI (Benziner) mit 135 PS und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „Titan“.
