Italienisches Riesenbaby mit erweiterten Praxiseigenschaften

Motor / 19.01.2018 • 13:30 Uhr
Verspielt, mit klassischen Anklängen ist die Kommandozentrale angelegt.
Verspielt, mit klassischen Anklängen ist die Kommandozentrale angelegt.

und seine Varianten.

Fiat Die Reaktionen waren sehr gemischt, als die Turiner im Jahr 2011 den Nachfolger des Idea herzeigten. Was da präsentiert wurde hatte alle Design-Merkmale des 500er, des Cinquecento, doch in einer sozusagen aufgeblasenen Version. Fiat stellte unmissverständlich klar, dass der knapp mehr als vier Meter kurze Miniatur-Van auf der Basis des Punto unter der Typenbezeichnung 500 firmieren werde. Damit startete er 2012, mit dem Typenbezeichnungs-Zusatz „L“ (für „large“), womit man nicht zuletzt an einen erfolgreichen Vorgänger, den 500 Giardiniera, anknüpfen wollte. Trotz aller Polarisierung stellte sich für das italienische Riesenbaby vor allem im Herkunftsland schnell ein beachtlicher Erfolg ein. Und mittlerweile hat man sich auch außerhalb Italiens an den kompakten Familien-Van gewöhnt. Der Fronttriebler hat zwischenzeitlich eine Reihe von Variationen gezeitigt und damit seine Praxis-Eigenschaften erweitert. Das trifft vor allem auf die Lang-Version zu: Im anfänglich „Living“, jetzt – nach seiner De­signauffrischung im Sommer 2017 – „Wagon“ Genannten kann eine dritte Sitzreihe montiert werden. Die Italiener nahmen jedoch nicht nur auf Familien mit mehr als fünf Mitgliedern Bezug, sie folgten auch dem Trend zu Crossovern. Beispiel ist die zuvor „Trekking“, jetzt als „Cross“ bezeichnete Variante, die zwar robust beplankt ist, jedoch nicht mit Allradantrieb aufwarten kann. Das kann hingegen das höher gelegte „X“-Derivat, das allerdings ins SUV- oder vielmehr Crossover-Segment fällt (und gleichzeitig ein Bruder des Jeep Renegade ist). Der Variantenreichtum der frontgetriebenen Groß-Cinquecentos geht einher mit einer vielfältigen Motorisierungspalette. Zu Benzinern – 0,9-Liter-Zweizylinder-Turbo und 1,4-Liter-Vierzylinder (ohne und mit Turbo) – und Dieseln – 1,3- und 1,6-Liter-Vierzylinder – kommt eine Erdgas-Version, ein 0,9-Liter-Zweizylinder-Turbo. Der Leistungsbereich: 80 bis 120 PS. Die Antriebe sind bis auf den kleineren Diesel mit manueller Sechsgang-Schaltung kombiniert. Der 95-PS-Selbstzünder kann über fünf Gänge entweder händisch oder mittels automatisiertem Getriebe geschaltet werden.

Der Preis: ab 18.200 Euro. Das kostet der 1,4 l (Benziner) mit 95 PS und manuellem 6-Gang-Getriebe in der Ausstattungsstufe „Pop Star“. Die Langversion „Wagon“ kommt auf ab 19.000 Euro mit gleicher Motorisierung, im selben Mitgiftniveau. Die Tariftabelle für die
Robustversion „X“ beginnt bei 19.350 Euro (1,6-l-Benziner, 6 Gänge).

Das Restyling des Fiat 500L soll mit Dekordetails eine optische Verbindung zum kleine(re)n Verwandten Cinquecento herstellen.
Das Restyling des Fiat 500L soll mit Dekordetails eine optische Verbindung zum kleine(re)n Verwandten Cinquecento herstellen.