Japaner auf Vormarsch
Die Konkurrenz schläft nicht. Als mit Hyundai und Kia ein asiatischer Großkonzern mit neuen Modellen auch nach Europa kam, hat das zu einem Federnlassen vor allem der asiatischen Konkurrenz geführt. Der starke Yen hat zuletzt ebenfalls nicht als Absatzbeschleuniger gedient. Folge: Die japanischen Hersteller haben in den letzten Jahren Marktanteile abgegeben.
In Österreich sind die Japaner allerdings wieder auf dem Vormarsch. So zeichnen sich für 2017 deutliche Zuwächse ab. Mit zwölf Prozent Marktanteil liegen sie zusammengerechnet in den ersten neuen Monaten zum Jahr davor um ein Prozent im Plus. Die Zahlen bestätigen einen Trend seit 2014. Von 33.501 Neuzulassungen konnte der Absatz gemeinsam auf 36.595 Autos erhöht werden.
Primus am österreichischen Markt ist mit Mazda ein relativ kleiner Hersteller unter den japanischen Anbietern. Mazda, im eigenen Land nur die Nummer fünf beim globalen Absatz, kommt in Österreich in den letzten Jahren recht konstant auf drei Prozent Marktanteil und damit auf den Zulassungsthron. Dort dürften sie heuer einen neuen Verfolger erhalten. Toyota fährt hierzulande aus der Krise. Mit deutlichen Stückzahlzuwächsen liegt der Weltmarktführer mit 2,4 Prozent Marktanteil jetzt wieder auf Platz zwei, gefolgt von Suzuki mit 2,3 Prozent. Der Kleinwagen- und Allradspezialist ist der zweite große Gewinner in diesem Jahr. Die restlichen Hersteller können sich über konstante Marktanteile freuen.
Auch in Vorarlberg ist Mazda stark. Mit den Bestsellern CX-3 und CX-5 ist Mazda auf der Überholspur. 552 Neuzulassungen in den ersten neun Monaten des Jahres bringen Platz fünf in der Zulassungsstatistik – einen Rang besser als im Jahr davor. Der größte Gewinner am heimischen Automarkt ist jedoch Toyota. Alleine in den ersten neun Monaten liegt das Zulassungsplus bei 31,1 Prozent. Damit schafft die renommierte Marke wieder den Einzug unter die Top-ten. Mit Ausnahme von Honda legen auch die übrigen Hersteller in Vorarlberg teils kräftig zu.
Die japanischen Autobauer waren global zuletzt mit 26,7 Millionen verkauften Fahrzeugen eine Macht. Beim anstehenden Wandel, der auf die Autobranche zukommt, wollen die konkurrenzierenden Unternehmen die starke gemeinsame Stellung ausnutzen. So wurden für Forschung und Entwicklung umfangreiche Allianzen und Kooperationen geschmiedet. Im Verbund sollen Zukunftsthemen wie E-Mobilität, Brennstoffzellenantrieb und autonomes Fahren vorangetrieben werden.
„Die japanischen Hersteller waren global zuletzt mit 26,7 Millionen verkauften Autos eine Macht.“
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