Japan fährt zweigleisig in die Zukunft

Neben Batterieautos liegt zweiter Schwerpunkt auf Wasserstoff
Tokio Keine Abgase, kein stinkender Qualm, nur Wasser tropft aus den Auspuffendrohren. So könnte die Zukunft des Autos aussehen. Seit Jahrzehnten schon wird am Brennstoffzellenfahrzeug geforscht, die Technologie zur Serienreife entwickelt. Die japanischen Hersteller zeigen auf der Tokyo Motor Show, dass sie beim Wasserstoff eine Führungsrolle einnehmen wollen. Wenn es um den Wasserstoffenergieplan für das Land geht, ziehen alle Hersteller an einem Strang. Zum Durchbruch braucht es Allianzen, die zuletzt auch gebildet wurden.
Japan fährt bei alternativen Antrieben zweigleisig. Es gibt neben gemeinsamen Entwicklungen bei Batterieautos auch Anstrengungen, den Brennstoffzellenantrieb in Großserie zu bringen. Marktprimus Toyota treibt das Thema voran, auch Honda hat bereits ein Serienmodell am Start.
Fokus auf Olympia 2020
In drei Jahren steht Tokio als Gastgeber der Olympischen Spiele im Fokus. Schon heute zeigen die Japaner auf der Tokyo Motor Show, wie sie diese Aufmerksamkeit für Wasserstoffautos nutzen wollen. So sollen bis 2020 bereits über 40.000 Autos im Alltagseinsatz sein. 100 Brennstoffzellenbusse werden bis dahin emissionsfrei durch die Olympia-Stadt fahren. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Infrastruktur. In keinem anderen Land der Welt entstehen ähnlich viele Wasserstofftankstellen. 2016 wurden weltweit 92 H2-Zapfsäulen in Betrieb genommen – 45 davon im Land der aufgehenden Sonne. Alleine in Tokio soll es bis zu den Olympischen Spielen 35 Wasserstofftankstellen geben und damit eine flächendeckende Versorgung sichergestellt sein.
Die Tokyo Motor Show zeigt jedenfalls, dass das E-Auto in der Mobilität der Zukunft nicht alternativlos ist.
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Tokyo Motor Show
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