Lifestyle geht vor Knorrigkeit

Motor / 04.08.2017 • 09:18 Uhr
Weniger knorrig als zuvor, fast schon rundlich ist der Suzuki Vitara in seiner aktuellen Modellphase. 4x4-Antrieb ist elektronisch generiert.
Weniger knorrig als zuvor, fast schon rundlich ist der Suzuki Vitara in seiner aktuellen Modellphase. 4×4-Antrieb ist elektronisch generiert.

Urbaner in Design und Technik hat Suzuki die aktuelle Generation des Vitara interpretiert.

Suzuki. Einen Namen gemacht hat sich der vergleichsweise kleine japanische Hersteller als Allrad-Spezialist. Davon zeugt unverändert einerseits der rudimentäre Jimny, der im kommenden Jahr seinen Zwanziger feiert, das bezeugt andererseits der frisch gemachte Kleinwagen Swift, den man nach wie vor auch in einer 4×4-Version ordern kann. Dienstälter, um zehn Jahre, ist allerdings der Vitara, der einst den Samurai abgelöst hat. Er zeitigte eine Reihe von unterschiedlichen Varianten, drei- sowie fünftürige und auch eine Cabrio-Version. Zwei seiner Merkmale waren eine gewisse Knorrigkeit und ein mechanisches, sehr fähiges Allradsystem. Ersteres hat ihm Suzuki im Laufe der Modellkarriere Zug um Zug aberzogen. Antriebsseitig wurde zwischenzeitlich Mechanik mit Elektronik kombiniert. Passé sind verlängerte, bis zu siebensitzige Varianten wie der Grand Vitara XL-7 (von 2001). Vor zwei Jahren erneuerte Suzuki den kompakten SUV von Grund auf. Die neue Ausrichtung folgt dem Trend zu lifestyligem Appeal, sowohl was den dynamisch-sportlichen und geduckten fünftürigen Karosserie-Schnitt als auch die Inneneinrichtung und die Ausstattung betrifft. Das bringt höheren Komfort, optimierte Aerodynamik und weniger Gewicht, nicht zuletzt im Hinblick auf den Verbrauch. Demzufolge ist das Allradsystem mittlerweile ein komplett elektronisches. Proben aufs Langstreckentauglichkeits-Exempel lieferte der gefällig gestylte Japaner im Vorjahr, unter anderem auf dem von Autobahnen dominierten Weg von Wien nach Mailand und retour. Zwar gesteht Suzuki dem Vitara insgesamt nicht mehr als 140 PS Leistung (aus einem 1,4-Liter-Turbobenziner) zu, doch bewies er sich auch mit 120 Diesel-PS aus 1,6 Liter Hubraum als durchzugsbeharrlicher Reisepartner. Der Sitzkomfort, die Geräuschdämmung und das Federungsverhalten gehen auch nach knapp zweitausend Kilometern in Ordnung. Der Offroad-Anteil war überschaubar, im Zuge von Baustellen, Mühe hat das dem Antriebssystem nicht annähernd bereitet.

Der Preis: ab 17.990 Euro. Das kostet der frontgetriebene 1,6 (Benziner) mit 120 PS und 5-Gang-Schaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „clear“. Allradantrieb – „Allgrip“ kommt auf ab 20.290 Euro, mit gleichem Aggregat und Ausstattungsniveau.

Mehr Wert auf Schick und Stil wurde auch im Cockpit gelegt.
Mehr Wert auf Schick und Stil wurde auch im Cockpit gelegt.