Aufgewertet in die nächste Runde

Gutes noch besser gemacht: Skoda hat seinen Bestseller Octavia in Form gebracht.
Skoda. Es gab eigentlich gar nicht viel zu tun. Der Octavia ist für Skoda so etwas wie ein Selbstläufer. Mit 8700 Exemplaren war der Kompakte aus Tschechien im Vorjahr die Nummer zwei in Österreich. Nur der technisch eng verwandte VW Golf hatte noch mehr Käufer gefunden. Was also ändern an einem Auto, das so beliebt ist? Am besten gar nichts. Zumindest nicht substanziell. Skoda hat deshalb bei der Modellpflege den Fokus auf die Details gelegt und seinen Bestseller mit einer Vielzahl kleiner Verbesserungen in Form gebracht. Und auch die Form selbst hat einen Feinschliff erhalten. An Front und Heck haben die Designer Hand angelegt und damit für mehr Präsenz gesorgt. Das neue Vier-Augen-Gesicht, das an die letzte Generation der Mercedes-E-Klasse erinnert, ist die augenscheinlichste Neuerung. Das Bild ist in Summe stimmig. Skoda hat den Octavia optisch weiterentwickelt, nicht aber verändert.
Die größten Entwicklungssprünge gibt es bei der Technik. Das betrifft alle Bereiche. Smartphones, TV-Geräte sind schon nach kürzester Zeit „überholt“. Bei Infotainment und Fahrerassistenzsystemen ist das nicht anders. Deshalb nutzen Hersteller die gewohnten Modellpflegen für umfangreiche Technik-Updates. Im Falle des Skoda Octavia sind das neue Displays im Glas-Design und Assistenzsysteme, die es bisher im Segment nicht gab. So übernimmt etwa ein Anhängerrangier-Assistent beim Rückwärtsfahren das Lenken.
Geräumiger Kombi
So viel zu den Neuerungen. Wie gehabt ist das Platzangebot, das in der Golf-Klasse Maßstäbe setzt. Bei der getesteten Combi-Version stehen 610 Liter Ladevolumen, erweiterbar auf 1740 Liter, bereit. Geräumig geht es auch auf den fünf Sitzplätzen zu. Fortschritte gibt es beim Abroll- und Geräuschkomfort. Die Fahrwerksabstimmung bietet eine gute Spreizung zwischen sportlich und komfortabel.
Der im Testfahrzeug verbaute 2-Liter-Diesel mit 184 PS Leistung in Kombination mit Allradantrieb bildet das Top-Angebot der Baureihe. Fahrleistung und Verbrauch (6,2 Liter im Test) sind allerfeinst. Spricht gar nichts dagegen, dass die Erfolgsgeschichte also weitergeht.

