Vorarlberg ist für Mazda das „Vorzeige-Bundesland“

Motor / 31.03.2017 • 14:33 Uhr
Schöne Kutschen unter sich: der neue Mazda MX-5 RF in der kaiserlichen Wagenburg in Schönbrunn, wo gerade die Ausstellung „300 Jahre Maria Theresia“ eröffnet wurde. Fotos: Mazda
Schöne Kutschen unter sich: der neue Mazda MX-5 RF in der kaiserlichen Wagenburg in Schönbrunn, wo gerade die Ausstellung „300 Jahre Maria Theresia“ eröffnet wurde. Fotos: Mazda

Bei Mazda stehen Zeichen auf Wachstum – jedes zweite verkaufte Auto ein SUV.

Mazda. Herrschaftliche Kutschen, die einst Maria Theresia bewegten, stehen Rad an Rad in der Wiener Wagenburg. Sie sind Zeugen der prachtvollen Zeiten in der österreichischen Monarchie. Das ist Geschichte. Prächtig soll auch die Zukunft von Mazda in Österreich werden. Die Japaner haben ihr jüngstes Modell, den MX-5 RF, an einem Ort in Szene gesetzt, der auf der Sehenswürdigkeitenliste ihrer Landsleute ganz oben steht – dem Schloss Schönbrunn.

Ganz oben steht auch Mazda. Der Hersteller konnte seine Absätze erneut steigern. 1,55 Millionen Fahrzeuge weltweit (plus 1 Prozent), 260.000 davon in Europa – das die stolze Bilanz des gerade abgelaufenen Fiskaljahres. Auch in Österreich haben die Japaner erneut über 10.000 Fahrzeuge abgesetzt. „Wachstumstreiber waren vor allem unsere SUV-Modelle“, so Heimo Egger (44), der seit einem Jahr die Geschicke der Marke lenkt und sich über einem Umsatz von 296,9 Millionen Euro freuen darf. Mit einem österreichweiten Marktanteil von drei Prozent ist der Kärntner sichtlich zufrieden. Weil Mazda ganz entgegen dem Trend praktisch keine Tageszulassungen in den Büchern hat, sei das Ergebnis besonders erfreulich.

Freuen dürfen sich auch die 110 Handelsbetriebe, die überdurchschnittlich gut verdienen. Egger spricht von einer Umsatzrendite von 1,9 Prozent. Rund die Hälfte der Händler würden gar vier Prozent Rendite einfahren – dazu gehören die Betriebe in Vorarlberg. Mit einem Marktanteil von rund fünf Prozent ist Mazda im Westen traditionell besonders stark. „Vorarlberg ist für uns ein Vorzeige-Bundesland“, sagt Egger im Gespräch mit den VN. Man sehe, was mit professioneller Arbeit möglich sei.

Österreichweit soll die Kurve weiter nach oben zeigen. Die Absatzziele sind ambitioniert. Mazda will um rund 10 Prozent wachsen und heuer 11.000 Fahrzeuge absetzen. Die Hoffnungen ruhen dabei stark auf den SUV-Modellen CX-3 und CX-5. Die Crossover­segmente wachsen weiter. Mazda verspricht sich speziell vom größeren CX-5, dessen Neuauflage demnächst zu den Händlern kommt, viel. Beide Modelle sollen mit rund 5500 Fahrzeugen 2017 die Hälfte des gesamten Absatzes ausmachen. Der SUV-Anteil läge damit bei den Japanern deutlich über dem Österreich-Schnitt von 27 Prozent.

Potenziale ortet der neue Mazda-Chef zudem im Kundengeschäft, das bisher keine Domäne der Marke war. „Wir wollen hier in der Nische erfolgreich sein“, sagt Egger, der den Fokus auf KMU-Betriebe, Startups und Einzelunternehmer gerichtet hat. Von zuletzt 600 Fahrzeugen sollen heuer bereits 1000 an Firmenkunden ausgeliefert werden.

Marke für Fahrbegeisterte

Und noch etwas wollen die Japaner in Österreich schaffen: Ihre Image-Botschaft soll beim Kunden ankommen. Die Positionierung ist klar. „Wir stehen für Design und für Fahrspaß“, erklärt Egger die Philosophie der Marke. So sei etwa der MX-5 als Gegenpol zum autonomen Fahren zu verstehen. Marktanalysen zeigen, dass das Konzept aufgehen könnte. Denn: 92 Prozent kaufen Autos, „weil das Fahren Spaß macht“. Und genau in diese Kerbe will Mazda schlagen.

Wachstums­treiber bleiben SUV-Modelle. Sie werden bei uns 2017 bereits 50 Prozent ausmachen.

Heimo Egger, Mazda-GF
Kommt demnächst in einer Neuauflage zu den Händlern: der neue CX-5 soll die Mazda-Verkäufe weiter ankurbeln. Foto: Werk
Kommt demnächst in einer Neuauflage zu den Händlern: der neue CX-5 soll die Mazda-Verkäufe weiter ankurbeln. Foto: Werk

Fakten

Erfolgreiches Jahr für Mazda

» Absatz weltweit: 1,55 Millionen Einheiten

» Absatz in Europa: 260.000 Fahrzeuge

» Absatz in Österreich: 10.025 Fahrzeuge
» Absatz-Prognose Österreich: 11.000 Fahrzeuge, davon 50 Prozent SUV-Anteil