Spannende neue E-Mobilität

Motor / 24.02.2017 • 12:41 Uhr
Smart mit zwei oder vier Sitzen und Elektroantrieb. Statt auf Reichweite setzt smart auf kurze Ladezeiten. Fotos: Werk
Smart mit zwei oder vier Sitzen und Elektroantrieb. Statt auf Reichweite setzt smart auf kurze Ladezeiten. Fotos: Werk

2017 wird ein wegweisendes Jahr für smart. Sagt smart und meint die Electro-smarts.

Smart. ,,Wir führen Antriebe und Services ein, die die Zukunft der Mobilität bestimmen“, schürt Rouven Remp, Produktmanager electric drive smart, die Erwartungen in die bereits vierte Generation der kleinen Elektroautos. Jetzt soll es endlich so richtig losgehen mit der bisher eher schleppenden Verbreitung der umweltschonenden Stadtflitzer.

Der Glaube an den E-smart ist so groß, dass die Daimler-Tochter den Verkauf der Benziner in den USA überhaupt einstellt und den smart ab Sommer nur noch als 81 PS starken ,,ed“ anbietet. Etwa ein Viertel der US-Kunden kaufen heute schon Elektro-smarts. Es sollen noch viel mehr werden, falls „The Donald“ nicht dazwischenfunkt. Was wirklich wird, weiß niemand bei smart.

Für die Stadt reicht’s

160 Kilometer Reichweite, nicht viel mehr als bisher, sollen für die Expansionspläne jedenfalls kein Handicap sein. Man hat ermittelt, dass die Klientel des kleinen E-Stadtautos im Schnitt nur 30 bis 40 Kilometer am Tag fährt. „Eine Ladung reicht locker für mehrere Tage“, sagt Remp.

Statt in Reichweite hat smart in kurze Ladezeiten investiert. An der Wallbox oder an einer öffentlichen Ladestation ist der ed-smart in 45 Minuten zu 80 Prozent wieder fit. Beschert man ihm an der 220-Volt-Haushaltssteckdose e-Futter, dauert dieser Vorgang über sechs Stunden.

In Deutschland werden der fortwo 21.490 Euro und der Viertürer 22.600 Euro kosten. Die Österreich-Preise sind noch nicht errechnet. Bis zur Markteinführung Ende des Jahres hat man noch Zeit dafür. Bei einer Subvention von 4000 Euro lassen sich die e-smart von der Anschaffung her mit Verbrennern vergleichen.

Seine Väter sehen den smart vor allem als Zweitfahrzeug „mit dem man in die Stadt düst“. Immer mehr Städte verschließen sich Verbrenner-Fahrzeugen. Der Bedarf nach alternativen Antrieben werde deshalb steigen. In Sachen Antrieb werden beim smart hauptsächlich Zulieferer tätig. Die 17,6 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie kommt von der deutschen Daimler-Tochter Accumotive. Den Elektromotor liefert der Kooperationspartner Renault. Mit 160 Newtonmetern Drehmoment, allzeit verfügbar, beschleunigt der Stromer geradezu rasant. „D“ rein – und ab geht die Post. Schalten entfällt.

Von smart stammen das Konzept und das besonders Clevere der Electric-drive-Modelle. Da ist kurz und mittelfristig mehr zu erwarten, als man sich heute vorstellen kann: Infos per Smart-Phone, Tablet oder PC per Control-App. Shopping etwa im Zusammenwirken mit Amazon. Schicke Schuhe bestellen – und wenig später deponiert sie ein Zusteller im kleinen Kofferraum. Auch wenn es ein Cabrio sein sollte. Ist ja das einzige elektrische Cabrio, der Open-air-fortwo.

Auch Car-Sharing wird möglich sein. Noch einfacher als heute schon. Im Kreis der Familie, mit Freunden oder als „privater Autovermieter“ mit eigenen Tarifen. Ferngesteuert jedenfalls.

Eine neue smarte Mobilitätswelt tut sich auf. Sagt smart.

Auf leisen Sohlen: erste VN-Testfahrten.
Auf leisen Sohlen: erste VN-Testfahrten.
Elektro-Smart kommt Ende Jahr auf den Markt.
Elektro-Smart kommt Ende Jahr auf den Markt.

Fakten

Motor: Drehstrom-Synchron-Motor, 60 kW/81 PS, 160 Nm,

130 km/h

Preise: ähnlich den deutschen Preisen, da NOVA entfällt, fortwo 21.490 Euro, forfour 22.600 Euro
Markteinführung: Ende des Jahres