Smartphone als Gefahr am Steuer

Die Handy-Nutzung hinterm Steuer ist zwar verboten, aber dennoch Alltag.
Sicherheit. Posten, Twittern, Texten – und das selbst hinterm Steuer. Was gesellschaftlich immer noch weitgehend akzeptiert zu sein scheint, führt nicht selten zu kapitalen Unfällen. Smartphones sorgen beunruhigend häufig für Ablenkung im Straßenverkehr. Auf dem Verkehrsgerichtstag im deutschen Goslar wurde dem Thema daher viel Aufmerksamkeit geschenkt, um Anstöße für eine Kehrtwende zu geben.
Einer aktuellen Studie der TU Braunschweig zufolge, in der fast 12.000 Autofahrer in ihrem realen Fahrverhalten beobachtet wurden, tippten etwa 4,5 Prozent am Steuer in ihr Smartphone, weitere 2,2 Prozent nutzten das Gerät ohne Freisprechanlage. Im städtischen Verkehr wurde dieses Fehlverhalten etwas weniger beobachtet als auf Autobahnen. Mindestens jedes zehnte Verkehrsopfer stirbt bei Unfällen, die auf Ablenkung zurückzuführen sind. Und aktuelle Zahlen des österreichischen Innenministeriums belegen sogar, dass im vergangenen Jahr bei den 479 hierzulande im Straßenverkehr Getöteten 332 Mal Ablenkung der Unfallgrund gewesen ist. Einer US-Studie zufolge erhöht Telefonieren am Steuer das Unfallrisiko um den Faktor 12.