Nachzügler schließt die Lücke in der mittelgroßen Beförderungsklasse

Motor / 03.02.2017 • 14:32 Uhr
Nachzügler schließt die Lücke in der mittelgroßen Beförderungsklasse

Nissan schickt nach dem Auslaufen des Primastar den NV300 ins Rennen.

Nissan. In der Leichttransporter-Mittelklasse besteht traditionell eine Kooperation zwischen Nissan, Renault und Opel. Letztere beiden Marken sind 2014 mit einer Rundum-Modellerneuerung – des Trafic und des Vivaro – ins Rennen gegangen. Nissan jedoch ließ den unter dem Namen Primastar firmierenden Vorgänger noch bis Ende des Vorjahres auf dem Markt und schickte dann erst den NV300 los. Dahinter mag stecken, dass der Renault-Allianzpartner die Prioritäten fürs Erste auf die Elektrisierung des kleineren Nützlingsmodells NV200 gelegt hatte. Dafür durfte der Nachzügler auf für Europäer exotischem Terrain die Jungfernfahrt absolvieren: im Süden von Marokko, am Rand der Sahara. Dabei ging’s zwar nicht über grobe Pistenpfade, doch sind in dieser Weltgegend oft auch die Asphaltverhältnisse recht rau; das passende Terrain, um die Robustheit von Kastenwagen und Kombi in realistischem, weil beladenem oder besetztem Einsatz unter Beweis zu stellen.

Wie bei seinen Brüdern ist die Antriebsquelle des NV300 ein 1,6-Liter-Diesel von Renault mit 95, 120, 125 und 145 PS (je nachdem, ob Turbo-aufgeladen oder nicht), im Verein mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Zu haben ist der Primastar-Nachfolger in zwei Längen (4999 und 5999 mm), zwei Radständen (3098 und 3498 mm) und zwei Höhen (1971 und 2495 mm). Die Breite von 2283 mm bleibt jeweils gleich. Es besteht damit die Auswahl zwischen 2,5- und 2,7-Tonner. An Karosserieversionen gibt es Kastenwagen mit Einzel- oder Doppelkabine und Kombi mit sechs bis neun Sitzpätzen.

Eingerichtet und ausgestattet ist der dem Markennamen nach japanische Transporter wie seine Marken-Drillingsbrüder: Mit Pkw-haftem Interieur, der Basisausrüstung für ein mobiles Büro und einer Reihe von Fahrassistenten, darunter ESP mit Beladungserkennung und Berganfahrhilfe (serienmäßig) sowie Einparksensoren und Rückfahrkamera (optional).

Der Preis: ab 22.100 Euro. Das kostet der frontgetriebene Kastenwagen mit Einzelkabine in der Standard-Länge und -Höhe (L1H1), als dCi 95 (Diesel) mit 95 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe in der Basis-Ausstattungsstufe „Eco“. Allrad ist orderbar (von Zulieferer Dangel).

Nachzügler schließt die Lücke in der mittelgroßen Beförderungsklasse
Der Nissan NV300 startete als Drillingsbruder des Renault Trafic und des Opel Vivaro etwas später.