Kia hat Fortschritt hübsch verpackt

Motor / 13.01.2017 • 13:50 Uhr
Kia setzt beim Niro auf die Design-Karte: Schöner wurde bisher noch kein Hybridantriebsstrang in Szene gesetzt. Fotos: VN/Gasser
Kia setzt beim Niro auf die Design-Karte: Schöner wurde bisher noch kein Hybridantriebsstrang in Szene gesetzt. Fotos: VN/Gasser

Unter schickem Blechkleid versteckt sich innovative Antriebstechnologie.

Kia. Schaut so ein Öko-Auto aus? Schicke SUV-Proportionen, elegant geformte Oberflächen und das sportliche Gesicht lassen es auf den ersten Blick nicht vermuten. Die Verpackungskünstler aus Korea haben mit dem Kia Niro ein Hybridmodell attraktiv wie selten zuvor auf die Straße geschickt. Basis ist eine speziell für umweltfreundliche Fahrzeuge zugeschnittene Plattform, die sich für unterschiedliche Antriebsstränge eignet. Im Falle des Niro versteckt sich unter dem attraktiven Blechkleid ein Antriebspaket, bestehend aus einem 1,6-Liter-Benziner, einer Lithium-Ionen-Polymer-Batterie und einem 32 kW starken Elektromotor. Die Aggregate-Kombination schaufelt 265 Newtonmeter Drehmoment an die Antriebsachse und sorgt mit einer Systemleistung von 141 PS für ausrechend Vortrieb. Der Niro, das haben ausführliche Testfahrten gezeigt, macht nicht nur im Stand eine gute Figur. Er fährt sich auch prima. Erheblichen Anteil an den stimmigen Fahreigenschaften hat neben dem ausgewogenen Fahrwerk das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Schaltvorgänge sind gut abgestimmt – wie überhaupt das Zusammenspiel von Verbrenner und E-Motor einwandfrei funktioniert.

Die guten Fahreindrücke betreffen in erster Linie den Fahrkomfort. Dynamiker ist der Niro keiner. Für den Sprint auf Tempo 100 braucht das Hybridfahrzeug im großzügig bemessenen Crossover-Anzug lange 11,5 Sekunden. Die Spitze ist bereits mit 162 km/h erreicht. Dafür begnügt er sich mit den kleineren Rädern mit lediglich 3,8 Litern Sprit auf 100 Kilometer (Normverbrauch). In der Topversion (Platin) sind zwar die schickeren großen Räder montiert, dafür steigt der Normverbrauch allerdings auf 4,4 Liter. Noch immer ein guter Wert, der im Test mit 5,2 Litern vertretbar überschritten wurde. Dass ihm dabei ausgerechnet die schöne Karosserieform hilft, würde man nicht glauben. Aber mit einem cw-Wert von nur 0,29 ist der Niro nicht nur schick, sondern auch aerodynamisch top.

Geglückte Premiere

Die Hybrid-Premiere der Koreaner ist geglückt. Der Niro fährt sich komfortabel, nicht sonderlich sportlich, dafür allerdings sparsam. Und er stellt ein großzügiges Platzangebot sowohl für Fahrer und Passagiere sowie das Gepäck bereit.

Und noch etwas zeichnet ihn aus: Er kann sogar Anhänger mit bis zu 1300 Kilogramm ziehen. Längst keine Selbstverständ

Imposanter Auftritt im SUV-Stil.
Imposanter Auftritt im SUV-Stil.
Innen: Viel Platz und ordentliche Materialien.
Innen: Viel Platz und ordentliche Materialien.

Fakten

Motor/Antrieb: 1,6-Liter-Benziner und 32-kW-Elektromotor, 141 PS Systemleistung, 265 Nm Drehmoment, Frontantrieb, 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 in 11,5 Sek.; Spitze 162 km/h; 4,4 l Verbrauch (101 g CO2), Test: 5,2 l

Preis: ab 26.390 Euro; Testwagen: 35.590 Euro