Das erste SUV im Taschenformat

Motor / 02.12.2016 • 13:20 Uhr
Ultra-kompakt und dennoch fehlt es an nichts: Suzuki bringt im Jänner das kleinste SUV auf den Markt. Fotos: werk
Ultra-kompakt und dennoch fehlt es an nichts: Suzuki bringt im Jänner das kleinste SUV auf den Markt. Fotos: werk

Nur 3,7 Meter lang, aber dennoch ein echtes SUV, das selbst über Allradantrieb verfügt.

Suzuki. Er ist wirklich klein. Nur 3,7 Meter lang und mit 1,6 Metern gleich hoch wie breit. Dennoch ist der Ignis ein SUV ganz ohne Kompromisse. Hohe Sitzposition für den guten Überblick und wahlweise Allradantrieb für Ausflüge ins Gelände machen ihn zu einem ausgewachsenen Vertreter des unverändert boomenden Segments. Ultra-Kompakt-SUV nennen die Japaner ihren Allradler im Taschenformat und haben damit einmal mehr die ganze Erfahrung beim Bau von Kleinwagen unter Beweis gestellt.

Es ist tatsächlich erstaunlich, wie Suzuki auf so wenig Raum so viel Auto bietet. Schon optisch macht der Kleine ordentlich was her und wirkt auf den Betrachter so gar nicht wie ein Winzling. Speziell das Front-Design macht den Ignis zum Hingucker und sorgt durchaus für Bewunderung. Er steht selbstbewusst auf der Straße. Belächelt wird dieser Geländefloh jedenfalls nicht.

Bemerkenswert ist das Platzangebot im Innenraum. Das schuldet der Ignis dem in Relation langen Radstand von 2,45 Metern. Arm-, Bein- und Kopffreiheit sind sehr ordentlich und selbst in der zweiten Reihe sind die Platzverhältnisse gut. Kofferraum? 260 Liter Ladevolumen bei umgeklappten Sitzen, erweiterbar auf 1100 Liter (Allradversionen etwas weniger), sind prima Werte.

Guter Rundumblick

Erfrischend auch der optische Eindruck im Innenraum. Die Sitze, die zwar wenig Seitenhalt bieten, machen einen guten Eindruck. Die hohe Sitzposition ermöglicht einen exzellenten Rundumblick. Innen sticht freilich viel Hartplastik ins Auge – störend ist das kaum. Schließlich sitzt man nicht nur im kleinsten Allradler, sondern auch einem der günstigsten am Markt. Das sollte man nicht aus dem Auge verlieren.

Wie ein Billigheimer fährt sich der Ignis nicht – das haben ausführliche Testfahrten der VN gezeigt. Der Grund: Suzukis neue Plattform hat eine neu entwickelte Fahrwerksaufhängung, die für ein ausgezeichnetes Handling sorgt.

Angetrieben wird das Kleinst-SUV von einem 1.2-Liter-Benziner, den es wahlweise gekoppelt mit einem Mild-Hybrid-System gibt. Wahlmöglichkeit gibt es auch, ob nur die vorderen oder alle vier Räder angetrieben werden. Das war’s dann aber mit der Vielfalt. Mehr braucht es auch nicht. Der 90-PS-Motor hat mit dem Ignis sprichwörtlich leichtes Spiel. Bei einem Leergewicht von 850 bzw. 896 Kilogramm (Allrad) wirkt der Vierzylinder-Sauger nie angestrengt. Auch die Verbrauchswerte sind mit im Bestfall vier Lietern sehr ordentlich.

Was noch auffällt: Der große Bildschirm und Fahrerassistenzsysteme, die auf Basis einer Stereo-Kamera für Sicherheit sorgen, sind in einem Segment, in dem jeder Cent zählt, alles andere als selbstverständlich.

Da verwundert auch der Optimismus der Japaner nicht. 2000 Einheiten wollen sie in Österreich 2017 absetzen und damit erneut deutlich wachsen.

Kompakte Abmessungen, kraftvoller Auftritt.
Kompakte Abmessungen, kraftvoller Auftritt.
Innenraum: Viel Platz, viel Hartplastik.
Innenraum: Viel Platz, viel Hartplastik.

Fakten

Motoren: 1,2-Liter-Benziner mit 90 PS Leistung sowie 1,2-Liter-Benziner mit 90 PS plus Mild-Hybrid-System (SHVS), automatisiertes Schaltgetriebe zw. 5-Gang-Schalter, 2 WD bzw. 4WD

Preise: ab 11.990 Euro (2 WD), 14.990 (4WD)

Marktstart: Geplant für Jänner 2017 zur Vienna Autoshow