Scharfe Krallen an allen vier Pfoten

Option für den XE.
Jaguar. Unter der Ford-Regime hieß die Mittelklasse der Katzenmarke X-Type. Die war nicht nur aufgrund des für das Label untypischen Frontantriebs wenig erfolgreich. Nach gut fünfzehn Jahren Pause startete Jaguar im gleichen Segment neu und präsentierte im Vorjahr den komplett neuen XE. Der baut wie der XF und der F-Pace auf einer modularen Aluminium-Plattform und ist bestückt, neben einem Dreiliter-V6-Kompressor-Benziner, mit eigenentwickelten Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotoren, sowohl Otto-Antrieben als auch Dieseln. Der Leistungsbereich dieser Reihenaggregate liegt zwischen 163 und 240 PS. Gemäß den Anforderungen des mitteleuropäischen Marktes ist beim englischen Hecktriebler auch Allrad ein Thema. Das realisierte Jaguar heuer, vorerst allerdings ausschließlich mit der stärkeren, der 180-PS-Variante des Diesels. Das 4×4-System des in dieser Leistungsstufe mit einer Achtgang-Automatik kombinierten Selbstzünders wirkt sich in rund hundert Kilo Mehrgewicht aus (ab 1615 kg), doch dafür gewissermaßen mit einer Krallenschärfung an allen vier Pfoten, pardon, Rädern. In der sommerlichen Testphase konnte deren Wirkungsweise zwar in nochmals erhöhter Spurtreue, aber noch nicht bei schwierigen Fahrbahnbedingungen festgestellt werden. Dafür wird demnächst ausgiebig Gelegenheit sein. Der Preis: ab 43.950 Euro.

