Franzose, der aus der Reihe tanzt

Der Citroën Cactus ent-zieht sich Segments-Klassifizierungen durch Eigenständigkeit.
Citroen. Den Franzosen sagt man nach, dass sie in besonderem Maße Individualisten wären und gerne aus der Mainstream-Reihe tanzen. Das spiegelt sich in der Autoindustrie wider. Die Grande Nation ist (und nicht nur auf diesem Gebiet) dafür bekannt, eigenständige und eigenwillige Wege zu gehen. Wie Citroën mit dem C4 Cactus. Der gibt sich trotz seines stacheligen Namens nicht nur innen, sondern auch außen gepolstert, anhand der sogenannten Airbumps. Die sollen für Parkrempler-Verträglichkeit sorgen, machen sich jedoch genauso auf Gestrüpp-überwucherten Wald- und Wiesenwegen bezahlt. Denn der Cactus kommt mit SUV-hafter Statur daher, bietet aber nicht einmal im Ansatz eine Art von Allradantriebssystem. Dafür ausgeklügelt simpel gehaltene Technik mit einem Hauch von Retro angesichts der unter anderem recht rudimentär angelegten Instrumentierung. Die Summe daraus ist ein leichtgewichtiges Allround-Fahrzeug, das agil ist, sich komfortabel gibt und kostenseitig günstig ist. Es stellt, ob mit Benziner oder mit Diesel motorisiert, ein auffällig individualistisches Statement dar, das in seiner Reduziertheit die eigene automobile Historie zitiert. Siehe 2CV und Dyane. Der Preis: ab 13.990 Euro. Das kostet der frontgetriebene 1,2 Pure Tech 82 (Benziner) mit 82 PS und manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe in der Einstiegs-Ausstattungsstufe „Live“.

