Majestätischer Auftritt im Maßanzug

Der souveräne und dominante Luxus-Schwabe ist eine rollende Wellness-Oase.
mercedes. Solidität, Sicherheit, Souveränität. Auf die Autowelt umgelegt heißt das einfach: Mercedes S-Klasse. Oder darf’s noch exklusiver und luxuriöser sein? Bitte schön! Mercedes-Maybach S-Klasse. Gleichsam der Über-Drüber-Sternträger in Konfektionsgröße XXL.
Wer den Mercedes-Maybach in Augenschein nimmt, kann sich der Dominanz kaum entziehen. Das Flaggschiff der Sternen-Flotte streckt sich fast schon endlos in die Länge. Unweigerlich kommt man beim Umrunden der Nobelkarosse ins Zählen: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs . . . Nein, nicht ganz. Exakt 5,45 Meter misst der Mercedes-Maybach S 500, der uns im VN-Test zur Verfügung stand. Noch mal satte 20 Zentimeter mehr als bei der Normal-S-Klasse-Langversion. Zusammen mit dem V8-Biturbomotor, der aus 4,6 Liter Hubraum 455 PS schöpft sowie bullige 700 Nm Drehmoment entwickelt, und der Armada aus knapp zwei Dutzend Hightech-Assistenz- und Sicherheitssystemen heißt das im Endeffekt: Mächtig viel Platz, mächtig viel Kraft, mächtig viel Luxus.
Sowohl für den Chauffeur als auch für die Fahrgäste gerät der Aufenthalt zum Wohlgefühl. Im Fond ergibt sich eine geradezu fürstliche Bewegungsfreiheit; einfach die Beine übereinander schlagen und das Lounge-Couch-Ambiente samt großzügiger Entertainment-Anlage während der Fahrt genießen.
Hot-Stone-Massage
Derweil erfüllt eine Frühlingsbrise aus der Beduftungsanlage den Innenraum. Es geht indes noch entspannter. Wenn etwa das feine Ledergestühl rechts hinten auf Liegeposition gestellt wird und die Hot-Stone-Massage auf den Rücken wirkt. Währenddessen passt das „Magic Body Control- System“ vorausschauend auf den Straßenzustand auf, stellt Fahrwerk und Luftfederung elektronisch drauf ein. So geht es sänftenartig über jede Bodenwelle hinweg. Ein Hochgenuss ist zudem das Burmester 3-D-Soundsystem. Die Musikanlage klingt nach Konzertsaal.
Kolossale Eleganz
Die richtige Tonlage trifft auch das Achtzylinder-Aggregat; da ist kein störendes, giftiges Gefauche. Vielmehr schiebt das Triebwerk unter sonorem Klang den 2,2-Tonner gnadenlos an. Die kolossale Eleganz treibt einem bisweilen aber auch Sorgenfalten auf die Stirn, wenn’s etwa durch enge Gassen oder in und aus Tiefgaragen geht. Da ist man froh um die rundum eingebauten Mini-Kameras, die via Computertechnik am Bordmonitor eine 360-Grad-Draufsicht aufs Auto ermöglichen. Die so geschaffene Zielgenauigkeit beugt der Beulen-Gefahr vor.


Fakten
Motor/Antrieb: V8-Zylinder, Biturbobenziner, 455 PS, 700 Nm/1800-3500 U/min, Hinterradantrieb, Neunstufenautomatik.
Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 5,0 Sek., Spitze: 250 km/h (abg.), 8,9 l (207 g CO2/km), Testverbrauch: 11 Liter Superbenzin
Preis: Serienausstattung: 163.630 Euro, Testfahrzeug: 230.676 Euro.