Zähmung ohne Sprungkraftverlust

Die Allradoption hält auch bei Jaguar Einzug. Ein Kandidat ist die Edellimousine XJ.
Jaguar. Die Motoren englischer Großkatzen schicken ihre Antriebskraft grundsätzlich an die Hinterachse. Das ist Tradition. Allradantrieb spielte bis vor wenigen Jahren höchstens eine Nebenrolle (im X-Type, der ja nicht als „echter“ Jaguar gilt). Doch die Zeiten ändern sich. In der gehobenen Mittel- und der Oberklasse ist 4×4 mittlerweile geradezu ein Pflichtthema, dem sich die Briten nicht mehr ganz verschließen können.
Benziner mit Allradoption
Und so kam es, dass das Ausstattungs-Portfolio des Flaggschiffs der Marke, des XJ, vor knapp zwei Jahren um eine Allradantriebsoption erweitert wurde. Allerdings gilt diese nur für Otto-Aggregate, weil Diesel auf Volumensmärkten wie USA und China nicht gefragt ist. Somit ist AWD (steht für „All Wheel Drive“) kombiniert mit Jaguars Dreiliter-V6-Kompressor-Benziner mit 340 PS, jeweils in den Varianten mit kurzem und langem Radstand (3032 respektive 3157, Gesamtlänge: 5127 respektive 5525 Millimeter).
Trotz der Zähmung durch Allrad ist kein Sprungkraftverlust zu befürchten, zumindest kein merkbarer im öffentlichen Verkehr: Ohne AWD geht’s in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 k/mh, mit AWD dauert’s 6,4 Sekunden. Diese fünf Zehntel sind marginal.
Und keinen Unterschied macht’s in Punkto Top-Speed: jeweils abgeregelte 250 km/h.
Der Preis: ab 114.500 Euro. Das ist der Tarif für die Version Premium Luxury mit kurzem Radstand und Allradantrieb.


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