Da läuft einer prima auf Sparflamme

Motor / 29.08.2014 • 14:47 Uhr
Sparsamer Saubermann: Mit dem Sportback G-Tron lässt sich eine Gesamtreichweite von über 1000 Kilometer erzielen. Fotos: steurer
Sparsamer Saubermann: Mit dem Sportback G-Tron lässt sich eine Gesamtreichweite von über 1000 Kilometer erzielen. Fotos: steurer

Der kompakte Audi in der effizienten Erdgas-Variante findet eine gute Balance.

audi. Die Vier-Ringe-Marke gibt Gas. Und das im wahrsten Sinn des Wortes. Mit dem A 3 Sportback G-Tron ist seit geraumer Zeit ein Audi im Straßenverkehr unterwegs, der gleichsam auf Sparflamme läuft. Konkret: Es handelt sich um den ersten Serien-Ingolstädter mit bivalentem Erdgas-Benzin-Antrieb.

„Aha, ein Gas-Auto! Sieht ja irgendwie ganz normal aus, der A 3.“ Tatsächlich. Der Nachbar hat durchaus recht. Das Exterieur der Erdgas-Variante unterscheidet sich nur in kleinen Finessen vom Normal-A3-Sportback. Es gilt genau hinzuschauen, um die Unterschiede zu erkennen. Als da wären: ein eigenständiger Heckstoßfänger inklusive Diffusor mit Chromstreben sowie die nicht sichtbaren Endrohre. Und natürlich die dezent angebrachten G-Tron-Schriftzüge.

Das vergleichsweise umweltneutrale Erdgas(CNG)-Modell des A 3 Sportback soll ambitionierten Sparfüchsen, die gesteigerten Wert auf eine saubere Öko-Balance legen, ein neuer Anreiz geben.

Im VN-Test stellte sich der G-Tron gegenüber den Benzin- und Dieseltypen denn auch als durchaus ernst zu nehmende Alternative heraus. Vom Start weg gibt der fesche Dreier im Kompaktformat im Gasantrieb den Leisetreter. Es geht dabei sehr ordentlich voran, bei reger Betätigung der 6-Gang-Schaltung kommt die Fahrfreude nicht zu kurz. Die Verbrennung erfolgt in einem 1,4-l-Turbomotor mit 110 PS, dessen Technik an den neuen Kraftstoff angepasst wurde, aber weiterhin auch mit Benzin zurechtkommt. Das Umschalten von Gas- auf Benzinbetrieb erfolgt automatisch und funktioniert unmerklich. Der gefüllte 50-Liter-Sprittank gewährleistet, dass der Gas-Audi noch reichlich an die 750 Kilometer weiter kommt, wenn die maximal 15 Kilogramm fassenden CNG-Tanks leergefahren sind und nicht sofort Nachschub vorhanden ist. Eine gar nicht so abwegige Situation, schließlich ist das Angebot an Gastankstellen in Österreich und mithin in Vorarlberg doch noch einigermaßen dürftig.

Die Druckbehälter, in denen das Erdgas eingelagert wird, sind unter dem Gepäckraumboden verbaut. Das kostet den A 3 G-Tron gegenüber den anderen Sportback-Modellen einiges an Kofferraum, die Kapazität schrumpft um 100 auf aber immerhin noch 280 Liter. Das reicht allemal für den Familieneinkauf oder das ausgewählte Urlaubsgepäck.

Die großen Pluspunkte des CNG-Audi sind, dass sich mit einer Erdgasfüllung der Kohlendioxid-Ausstoß merklich verringern lässt. Gleichzeitig lässt sich damit – wie unser Praxistest ergab – locker eine 300-Kilometer-Distanz überwinden. Und das kostet dann gerade mal um die 14 Euro. Das ist auch gegenüber sparsamen Dieseltypen schon eine Ansage.

Das gewohnt fein aufgeräumte Cockpit.
Das gewohnt fein aufgeräumte Cockpit.
Auffällig unauffällig gibt sich der Erdgas-A3.
Auffällig unauffällig gibt sich der Erdgas-A3.

Fakten

Motor/Antrieb: 1,4-l-Turbobenzinmotor, Vorderradantrieb, Sechsgangschaltung, 110 PS, 200 Nm/1500 bis 3500 U/min.

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 10,8 Sek., Spitze: 197 km/h, Testverbrauch: Erdgas 4,2 kg, Benzin 6,4 Liter

Preis: Grundpreis: 29.060 Euro, Testfahrzeug: 33.416 Euro.