Kleiner Bär mit großen On- und Offroad-Talenten

Motor / 25.07.2014 • 14:47 Uhr
Der Cross markiert die oberste Stufe der Panda-Allrad-Familie – mit 90 Benziner- oder 80 Diesel-PS. Fotos: werk
Der Cross markiert die oberste Stufe der Panda-Allrad-Familie – mit 90 Benziner- oder 80 Diesel-PS. Fotos: werk

Fiat krönt die allrad-getriebene Miniatur-SUV-Familie mit dem neuen Panda Cross.

Fiat. Ein kleiner Bär mit großen Talenten sorgt seit bald drei Jahrzehnten für einen Kontrapunkt in der Kleinstwagenklasse. 1980 startete der Fiat Panda, von seinem Designer Giorgio Giugiaro als „Haushaltsgerät auf vier Rädern“ bezeichnet, um sich in seiner ersten Generation die Herzen von vier Millionen Käufern zu erobern. Argument für den Kantigen war auch, dass er 1983 zu Genügsamkeit und Kostengünstigkeit sowie mit gerade einmal 3,408 Metern Kürze City- sowie Bergdorf-Tauglichkeit, eine Allrad-Antriebsversion dazubekam.

Das 4×4-System war damals mechanisch zuschaltbar, damit kletterte der Italo-Winzling so manchem mächtigen Geländetier auf und davon.

Die winzige Kürze hat er im Verlauf seiner Modell-Karriere nicht ganz behalten, die Eckigkeit des Karosseriedesigns gar nicht. Er war bereits als Panda Nuova (2003 –2012) rundlich geworden und ein wenig gewachsen. Mit dem Modellwechsel von 2012 ebenso, aber nicht über die Maßen. Er ist jetzt in der Basis-Version 3,650 Meter lang. Gewachsen ist über die Jahre der Variantenreichtum, er kann mit Benzin-, Diesel- oder Erdgas-Antrieb geordert werden, als Fronttriebler oder als 4×4.

Allrad-Topmodell

Eine seit Mitte der 80er-Jahre gepflegte Tradition sind Top-Modelle der Allrad-Versionen: War es in der ersten Generation der Sisley, so war es – ab 2006 – der „Cross“ beim Panda Nuova.

In einer Cross-Variante hat Fiat jetzt, zusätzlich zur Standard-4×4 und Trekking-Version, auch den aktuellen Panda startklar gemacht. Optisch ist das unverkennbar an seinen Kulleraugen, sprich Nebelscheinwerfern, die unter den Frontscheinwerfern aufgesetzt sind. Dazu kommt unter anderem ein Aluminium Unterfahrschutz vorne wie hinten, ergänzt durch 15-Zoll-Aluräder. Im Interieur fällt die Sonderfarbe Kupfer auf. Und ein Drehregler. Der reguliert das Traktionsregelsystem „Terrain Control“. Mechanischer Allrad ist ja längst Geschichte, das aktuelle System ist elektronisch, es kombiniert „Torque on Demand“ und ein elektronisches Sperrdifferenzial. Es offeriert drei Modi: einen automatischen, einen für den allgemeinen Offroad-Einsatz und eine Bergabfahrhilfe. Damit ist der Cross gerüstet für Asphalt-Untergrund in der Stadt ebenso wie für grobschottriges Terrain auf dem Land, egal ob trocken oder regennass, was er auf dem und rund um das Fiat-eigene Testgelände nahe Mailand vorführte. An Motorisierungen stellt Fiat für den Cross einen Benziner und einen Diesel zur Auswahl. Beide Aggregate haben für die Top-Version eine Kraftspritze von jeweils plus fünf PS erhalten. Der 0,9-Liter-TwinAir-Turbo leistet 90, der 1,3-Liter-MultiJet 80 PS.

Eine Cross-Version spendierte Fiat auch dem Mittelklasse-SUV Freemont. Optische Identifikations-Merkmale sind außen neu gestaltete Stoßfänger, schwarze Design-Details an den Leuchteinheiten und 19-Zoll-Aluräder, innen nebst einem 8,4-Zoll-Touchscreen neue Teilledermöbel und serienmäßig sieben Sitze. Er wird mit zwei Versionen des Zweiliter-Multijet-Diesels angeboten, entweder mit 140 oder mit 170 PS. Er ist entweder als Fronttriebler oder mit Allrad orderbar, in beiden Leistungsstufen. Der stärkere Selbstzünder ist als 4×4 nur mit Sechsstufen-Automatik zu haben. Alle anderen Varianten sind mit Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert.

Die kupferfarbene Interieur-Einrichtung gehört exklusiv dem Top-4x4.
Die kupferfarbene Interieur-Einrichtung gehört exklusiv dem Top-4×4.
Auch der Fiat Freemont ist ab August in einer Cross-Version zu haben.
Auch der Fiat Freemont ist ab August in einer Cross-Version zu haben.

Fakten

Fiat Panda Cross
Motoren: Benziner: 0,9 TwinAir Turbo, 90 PS, Diesel: 1,3 MultiJet, 80 PS, Allradantrieb
Marktstart/Preis: Okt./18.640 Euro

Fiat Freemont Cross
Motoren: Diesel: 140 oder 170 PS, Front- oder Allradantrieb.
Marktstart/Preis: August/ab 37.350 Euro