Edel-Transporter & Premium-Tourer

Ein halbes Jahr nach der C-Klasse-Limousine reicht Mercedes das T-Modell nach.
MERCEDES. Ein Upgrade haben die Stuttgarter erst ihrer Business-, der E-, und ihrer Ober-, der S-Klasse, verpasst. Mitte März kam die Mittel-, die C-Klasse an die Reihe: Sie ist optisch wie technisch nahe an die Top-Klasse gerückt. Nicht anders verfuhr die Sternen-Marke mit dem T-Modell. Dieses ist zwar gegenüber dem Vorgänger etwas gewachsen, um zehn Zentimeter, doch konzentrierte man sich weniger auf Raumgewinn, als auf die – weitere – Steigerung von Wertigkeit und Ausstattung, wozu zum Beispiel eine optionale Luftfederung gehört.
Zehn Zentimeter mehr Außenlängen auf 4702 m (und einen Radstand von 2,840 m, plus acht Zentimeter) bedeuten zwar nur zehn Liter Laderaumzuwachs, auf nunmehr maximal 1510 Liter (Minimum: 490 Liter, plus fünf Liter), dafür haben vor allem die Fond-Passagiere an Wohnraum dazugewonnen. Was aber das neue C-Klasse T-Modell nun erst recht zum Edel-Transporter und Premium-Tourer adelt, das sind teils serienmäßige, teils optionale Variabilitäts- & Technik-Features: zum Beispiel die (Elektro-)Knopfdruck-Entriegelung der Fondlehnen, eine elektrisch zu betätigende Heckklappe und das „Hands Free Access“-System, wobei der Kofferraumdeckel mittels Fußbewegung im Bereich der hinteren Stoßstange dirigiert wird.
Zwei Diesel, drei Benziner
Abgesehen von der Basis-Technik, die das T-Modell von der Limousine geerbt hat – Leichtbauweise, Fahrwerk, Lenkung, Bremsen – bekam der Mittelklasse-Lader zur harmonisch gelungenen Karosserie-Verlängerung auch das gleiche Antriebs-Portfolio dazu. Zum Österreich-Marktstart im Herbst stehen vorerst zwei Diesel und drei Benziner, sämtlich Vierzylinder, im Hubraumbereich von 1,6 bis 2,2 Liter mit einer Leistungsbandbreite zwischen 156 und 211 PS zur Auswahl.
Nachgereicht werden außer einem Sechszylinder-Benziner mit 333 PS auch Hybride. Der C 300 Bluetec mit Vierzylinder-Diesel in Zusammenarbeit mit einem E-Motor (204 plus 27 PS) lieferte bereits eine Kostprobe seiner Leistungs- und Spurtfähigkeit. Er überzeugte sowohl auf der deutschen Autobahn, im hohen, als auch auf Land- und Dorfstraßen, im gemäßigten Geschwindigkeitsbereich mit feiner Geschmeidigkeit und gediegener Geräuschkultur. Erst gegen die 200 km/h-Marke ist dezentes Säuseln um die Außenspiegel vernehmbar. Demnächst soll ihm das ein C 350, ein Plug-In-Benzin-Hybrid, gleichtun.
Darüber hinaus hat Mercedes dem T-Modell die gleiche Ausstattung an elektronischen Fahrhilfe-Systemen zugedacht wie dem Stufenheck-Kandidaten. Serienmäßig sind unter anderem Müdigkeitswarner (Attention Assist) und Abstandsassistent mit Kollisionswarner (Collision Prevention Assist Plus). Eine Premiere haben sich die Stuttgarter eigens für den C-Lader aufgehoben: eine fix integrierte SIM-Karte, mittels derer Mercedes unter der Bezeichnung „connect me“ ein internet-basiertes Informations- und Dienstleistungspaket einführt. Damit ist es möglich, sich ins Fahrzeugsystem einzuloggen und etwa von Ferne nachzuschauen, ob noch genug Treibstoff im Tank ist. Man kann aber auch die Standheizung vorprogrammieren.


Fakten
Motor/Antrieb: Diesel: 2,2 l, mit 170 oder 204 PS. Benziner: 1,6 l mit 156 PS, 2,0 l mit 184 oder 211 PS. Heckantrieb.
Preis: ab 37.780 Euro (C 180).
Marktstart: Bestellungen ab sofort, Auslieferungen ab September.