Die Windstärke nahm deutlich zu

Motor / 25.07.2014 • 14:47 Uhr
VW Scirocco (hier im R-Look): mehr Dynamik, stärkeres Design für den emotionalen Imageträger. Fotos: werk
VW Scirocco (hier im R-Look): mehr Dynamik, stärkeres Design für den emotionalen Imageträger. Fotos: werk

Dezent im Auftritt und doch ein Vollblut: Der neue Scirocco tritt gestärkt ins Rampenlicht.

vw. Seit vier Jahrzehnten weht der heiße Wüstenwind der Sahara, mit unterschiedlicher Stärke allerdings. Von 1974 bis 1992 war der Scirocco mehr als ein frisches Lüftchen in der noch bescheidenen Sportcoupé-Szene. Dann ging dem Wüstensturm irgendwie die Luft aus und es folgte eine lange Kreativpause bis 2008. Auf der Grundlage des Golf VI nahm der Scirocco im zeitgemäßen Maßanzug, geschneidert vom damals neuen VW-Chefdesigner Walter de Silva, erneut Fahrt auf. Seither kommt er nicht aus der Wüste, sondern aus Portugal und seine Stärke hielt sich Grenzen.

Maßvoll aufgefrischt

Jetzt präsentiert sich der Volks-Sportler zwar nicht grundlegend neu, aber maßvoll aufgefrischt, innen und außen. Und die Windstärke hat deutlich zugenommen. An der Spitze steht das R-Modell, mit einem Zweiliter-Turbo für emotionale Ausflüge gut gerüstet. 280 PS erbringt der Scirocco R, um 15 PS mehr als der bisherige Top-Wüstenwind.

100er-Sprint in 5,5 Sekunden

Bei diesem von uns erprobten Topmodell stehen 350 Nm an. Der Sprint von 0 auf 100: 5,5 Sekunden. Das Doppelkupplungsgetriebe DSG schaltet dabei fast stufenlos hoch. Es ist dem weniger präzisen Sechsgang-Schaltgetriebe vorzuziehen.

Stärker und sparsamer

Auch die anderen Triebwerke im Programm der Baureihe wurden stärker und sparsamer. Das aktuelle Leistungsspektrum der vier TSI (Benziner) und zwei TDI (Diesel) reicht von 125 PS bis 280 PS. Mit mehr Topleistung und mehr Kraft auf der Kurbelwelle verbesserten sich auch die Fahrleistungen des schicken Zweitürers mit Frontantrieb.

Und der Kraftzuwachs geht nicht auf Kosten des Verbrauchs. Wie das heute so üblich ist im harten Wettbewerb (auch der Leistungssportler) paart sich Kraft mit Sparsamkeit. Die sechs Turbodirekteinspritzer gehören zur neuesten Generation der VW-Vierzylinder. Sie erfüllen EU-6 und verbrauchen im Schnitt um bis zu 19 Prozent weniger.

Effizienz-Hilfen

Serienmäßig sind alle Scirocco (ausgenommen R) mit Start-Stopp ausgerüstet, darüber hinaus nutzen diese Versionen die Bremsenergie zum Laden der Batterie. Ist ein Doppelkupplungsgetriebe an Bord, wird Energie über eine Freilauffunktion gespart (bis 220 PS). Mit 4,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer setzt sich der 150 PS starke Scirocco 2,0 TDI als sparsamste Variante in Szene.

Hommage an Ur-Scirocco

Cockpit-Look im Innenleben. Ein Highlight sind die drei serienmäßig oberhalb der Mittelkonsole integrierten Zusatzinstrumente für Ladedruck, Stoppuhr und Motoröltemperatur. Sie verstehen sich als Hommage an den ersten Scirocco.

Scirocco ,,Sport“

Nur in Österreich wird das Scirocco-Angebot durch den „Sport“ ergänzt. Zur umfangreichen Serienausstattung kommen beim Sport serienmäßig Bi-Xenon-Scheinwerfer und dynamisches Kurvenfahrlicht sowie abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule dazu. Darüber hinaus hebt er sich optisch durch das R-Line „Exterieur“-Paket hervor.

Charakter-Plus auch fürs Heck.
Charakter-Plus auch fürs Heck.
Zusatzinstrumente als ,,Hommage“.
Zusatzinstrumente als ,,Hommage“.

Fakten

VW Scirocco

Motoren: vier Benziner, zwei Diesel-Aggregate mit einem Leistungsspektrum von 125 bis 280 PS; Schaltgetriebe und DSG-Doppelkupplungsgetriebe
Preise: ab 28.310 Euro, Scirocco R ab 44.140 Euro

Markteinführung: Der neue Scirocco rollt im August zu den Händlern.