Automarkt im Land weiter stabil

Normalisierung nach NoVa-Erhöhung. Zulassungen im ersten Halbjahr auf Top-Niveau.
automarkt. (VN-mig) Die Bundesregierung hat Anfang Jahr mit der Erhöhung der NoVa kräftig in die Taschen der Autofahrer gegriffen. Autokäufe haben sich großteils verteuert. Ein Einbruch in den Zulassungsstatistiken ist dennoch ausgeblieben. „Es gab in den Monaten vor und nach der Erhöhung ein Auf und Ab“, so Manfred Ellensohn, Fachgruppenobmann des Autohandels in der Wirtschaftskammer. Mittlerweile habe sich die Situation allerdings normalisiert. Während österreichweit der Autohandel mit 2,7 Prozent leicht im Minus liegt, sind die Absatzzahlen in Vorarlberg steigend. 6812 Neuzulassungen in den ersten sechs Monaten bedeuten ein Plus von 1,1 Prozent zum Vorjahr. Und schon damals jubelte der Handel über eines der besten fünf Ergebnisse in der Geschichte. Ellensohn macht die in Summe gute Arbeitsmarktsituation und die hohe Kaufkraft im Land für die positive Entwicklung verantwortlich. Zudem sind die Zinsen niedriger denn je und die Veranlagungssituation schlecht. Da ist der Autokauf eine gute Alternative. „Der Umstieg auf ein neues Auto bringt viele Vorteile. Neben der Sicherheit sind auch die niedrigeren Unterhaltskosten ein wichtiger Aspekt“, so Manfred Ellensohn im Gespräch mit den VN. Für das Gesamtjahr rechnet der Fachgruppen-Sprecher mit einem Top-Ergebnis auf Vorjahres-Niveau.
Gewinner und Verlierer
Sehr unterschiedlich haben sich in den letzten sechs Monaten die einzelnen Fahrzeug-Segmente im Land entwickelt. Während Kleinwagen (–11,8 Prozent) und Stadtwagen (–20 Prozent) weniger gefragt sind, hat die Untere Mittelklasse um 6,8 Prozent zugelegt. Ihr Marktanteil liegt jetzt bei 22,7 Prozent. Zweistellig zulegen konnten auch Kompakt-SUV auf nun 18 Prozent Marktanteil. Die größten Gewinner sind das Sportwagen- und Luxussegment sowie Kleinbusse. Hier dürfte der NoVa-Effekt eine Rolle spielen, glaubt Ellensohn.
Wir liegen im Land bisher über dem sehr guten Vorjahr.
Manfred Ellensohn