Flüstern und frisch strahlen

Motor / 24.01.2014 • 13:39 Uhr
Opel hat am Design des Minivans Meriva dezent Hand angelegt. Er wirkt jetzt moderner und frischer. Fotos: Werk
Opel hat am Design des Minivans Meriva dezent Hand angelegt. Er wirkt jetzt moderner und frischer. Fotos: Werk

Flexibel und komfortabel wie bisher, nur etwas frischer und auch moderner.

Opel. Nach vier Jahren ist Halbzeit. So ist das bei Autos. Dann werden die Modelle aufgefrischt. So erhielt jetzt auch Opels Minivan Meriva ein Facelift. Seit 2010 läuft die zweite Generation des Bestsellers vom Band. Nun haben die Opelaner dezent Hand angelegt. Nicht alles neu, dafür manches besser, moderner und frischer – so präsentiert sich die überarbeitete Version den Minivans.

Geblieben sind die Meriva-Stärken. Der „Flexibilitäts-Champion“ (Eigendefinition) verzichtet auf nichts, was ihn bei den sportlichen Singles, rüstigen Senioren und Familien mit viel Platzbedarf so beliebt macht: Er bietet jede Menge praktischer Lösungen, wie etwa die charakteristischen, gegenläufig öffnenden Fondstüren, das flexible Rücksitzkonzept oder optional den integrierten Fahrradträger (Flex-Fix). Dazu kommen 31 Ablagen im Innenraum und die hohe Sitzposition. Das alles lieben bisherige Meriva-Kunden. Das zeigt die hohe Kundenzufriedenheit, wie Opel gerne betont. Doch was ist neu am neuen Meriva? Man habe am Design nur vorsichtig Hand angelegt, sagen die Opel-Leute. Man soll ihn als den Neuen erkennen ohne den Alten alt wirken zu lassen. Konkreter: ein neuer Kühlergrill, der etwas weiter unten positioniert ist, leicht überarbeitete Scheinwerter, Tagfahrlicht, eine Chromleiste an der Seite und neue Heckleuchten. Kleinigkeiten, die den Meriva satter und tiefer auf der Straße stehen lassen. In Summe eine frische, attraktivere Optik.

Neu ist die Vernetzung mit der digitalen Umwelt. So hat Opel die Welt der Smartphones ins Auto geholt und mit dem eigenen IntelliLink-System gekoppelt. Zudem haben die Rüsselsheimer ihrem Minivan ein neues 7-Zoll-Display spendiert.

Die Welt der Smartphones

Geblieben ist im Innenraum die hohe Ergonomie: Der Meriva ist das erste Auto, dessen ergonomisches Gesamtkonzept von unabhängigen Experten ausgezeichnet wurde.

Ausgezeichnet sind auch die neuen Motoren, die im Meriva Einzug halten. So arbeitet jetzt ein 1,6-Liter-Dieselaggregat, das 136 PS Leistung (320 Nm Drehmoment) bereitstellt. Opel nennt es „Flüsterdiesel“ und trifft es damit, wie erste VN-Testfahrten zeigen, ganz gut. 4,4 Liter Verbrauch sind ein prima Wert. 3,6 Liter sind noch besser. Das soll das Aggregat in einer 110-PS-Sparversion schaffen und nur 99 Gramm CO2/km emittieren (folgt im Laufe des Jahres). Zu haben ist der Meriva auch mit einem 1,4-Liter-Turbobenziner in zwei Leistungsstufen (120 und 140 PS). Die Benzinversionen werden jetzt auch erstmals mit Automatikgetriebe angeboten. Apropos Getriebe: 50 Millionen Euro haben die Deutschen in die Weiterentwicklung der Schalter investiert. Da gehen die Gänge jetzt rein wie Butter. Zu haben ist der überarbeitete Meriva ab 16.390 Euro.

Innen: Vernetzung mit der digitalen Umwelt.
Innen: Vernetzung mit der digitalen Umwelt.
Geblieben: die große Flexibilität.
Geblieben: die große Flexibilität.

Fakten

Opel Meriva

» Neue Motoren: 1,6-Liter-Diesel mit 136 PS (später auch mit 110 PS) und 1,4-Liter-Benziner mit 120 bzw.
140 PS. 5- und 6-Gang-Schaltgetriebe bzw. Automatikgetriebe

» Marktstart: Ende Monat
» Preise: Benziner ab 16.390 Euro; Diesel ab 17.890 (1,3 CDTI).