ADAC: Manipulation sorgt für Image-Crash

Motor / 24.01.2014 • 13:39 Uhr

München. Der Skandal um gefälschte Zahlen beim ADAC-Autopreis „Gelber Engel“ hat größere Dimensionen als bisher angenommen. Ex-Kommunikationschef Michael Ramstetter schönte nach eigener Aussage nicht nur 2014, sondern auch die Jahre zuvor bei der Umfrage zum Lieblingsauto der Deutschen die Zahlen, wie ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair jetzt in München sagte. Der Österreicher kündigte umfassende Aufklärung an. Der Automobilclub will zudem seine Strukturen reformieren und für mehr Transparenz sorgen.

Vor einigen Tagen hatte Obermair die Manipulationsvorwürfe bei der Autowahl noch als Unterstellungen zurückgewiesen. Der Betrug soll unentdeckt geblieben sein, weil – so zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ den Geschäftsführer – nur Ramstetter Zugang zu allen Abstimmungsauszählungen gehabt habe.

Schlecht ist die Stimmung auch bei den ADAC-Mitarbeitern. „Ein emotionaler Mix aus Empörung, Wut, Fassungslosigkeit“, so Obermair.

Der ADAC ist Partnerclub des heimischen ÖAMTC.