Ein Mischling wird zum großen Star

Motor / 17.01.2014 • 12:12 Uhr
Die VN sind den neuen Qashqai schon gefahren: Großoffensive mit Dynamikdesign und Top-Ausstattung. Fotos: werk
Die VN sind den neuen Qashqai schon gefahren: Großoffensive mit Dynamikdesign und Top-Ausstattung. Fotos: werk

Mitte Februar geht der Erfolgstyp Nissan Qashqai in die zweite Generation.

Nissan. Und wie. Äußerlich und innerlich gestärkt. Länger, breiter und ein wenig niedriger, angereichert durch ein Fülle attraktiver, teils innovativer Details. Und das zu durchaus attraktiven Preisen ab 20.990 Euro.

Jetzt ist er kein Geheimtipp mehr wie vor über sieben Jahren, als er noch ein Crossover-Pionier war. Damals ein wenig belächelt wegen seines ungewohnten Outfits und seines exotisch-holprigen Namens. Qashqai, was sollte denn das bedeuten? Nur Sahara-Experten wissen, dass sich hinter diesem Begriff ein kriegerischer Touareg-Stamm verbirgt. Nun denn, der für europäische Bedürfnisse konzipierte, im britischen Sunderland produzierte japanische Wüstensohn entwickelte sich zu einem Überraschungshit. Über zwei Millionen Qashqais hat Nissan seither verkauft. Für viele ist der Quashqai mittlerweile eine Marke. Dass er von Nissan kommt wissen sie nicht.

Das wird sich jetzt vermutlich ändern. Denn mit dem Nachfolger hat Nissan vor, den Höhenflug zu verlängern und noch viel mehr von diesen Crossover-Typen unters Volk zu bringen. Leicht ist diese Aufgabe nicht. Mittlerweile hat der ehemalige Einzelgänger eine Fülle von Konkurrenten.

Mehr Platz

Nissan begegnet dieser Herausforderung nicht nur mit einem neuen, mehr Raum schaffenden Design und sparsamen, auf Sauberkeit getrimmten Triebwerken, je zwei Diesel- und Benzinvarianten. Den markantesten Schritt setzt das Designerteam beim Innenraum, bei der Materialwahl und einer Ausstattung, die sich ganz eindeutig auf Eroberungskurs befindet. So viel dran und drin schon in der Basisversion bieten nur wenige.

Nissan bringt Premium in das Preisniveau der Golf-Region. Hier liegt auch das Haupt-Eroberungsgebiet. Das beginnt schon bei einem der wichtigsten Komfort­elementen eines Autos: den Sitzmöbeln. An den Qashqai-Fauteuils, straff und gut konturiert, könnten sich manche ein Beispiel nehmen.

Schon im Visia-Einstiegs-Qashqai sind unter anderem Klimaanlage, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Berganfahrhilfe, LED-Tagfahrlicht und ein hochauflösender Fünfzoll-Infotainment-Bildschirm serienmäßig drin. Neue Fahrwerks-Features und ein Reifendruck-Kontrollsystem stehen im Dienst der Sicherheit. Gegen humane Aufpreise wird der Qashqai mit Einparkhilfe, Lederlenkrad, Sitzheizung, Zweizonen-Klimaautomatik, Leichtmetallfelgen und cleverem Verstausystem angeliefert. Das Fahrerassistenz-Paket bringt den Notbrems-, Spurhalte- und Fernlicht-Assistenten plus Verkehrszeichenerkennung. In Vollausstattung ist alles mit an Bord, was das herz begehrt.

Allrad gibt’s in Kombination mit den stärkeren Triebwerken. Nissan setzt in diesen Fällen erstmals auch die neue Xtronic-Automatik ein. Sie werkt zwar stufenlos, lässt aber ,,Schaltpunkte“ spüren.

Der Siebensitzer-Qasquai entfällt. Als Alternative bietet sich ab Juli der neue X-Trail an.

Premium-Feeling im Cockpit.
Premium-Feeling im Cockpit.
Mehr Raum (430 Liter) im Heck.
Mehr Raum (430 Liter) im Heck.

Fakten

Nissan Qashqai

» Motoren: 115-PS-Benziner, 1,2 l, zwei Diesel, 1,6 l (110 und 130 PS), 150-PS-Benziner folgt im Herbst

» Preise: 20.990 bis 33.790 Euro (Tekna 4×4)

» Markteinführung: 14./15. Februar