Auf die innere Größe kommt es an

Kombis sind nach wie vor gefragt. Hersteller setzen zunehmend auf alternative Antriebe.
KOMBIS. Eingebremst hat sich das Größenwachstum auf dem Auto-Sektor. Downsizing ist in Bezug auf Motoren angesagt, ebenso in puncto Dimensionen. Der Trend geht teils weg von der Ausdehnung in Länge sowie Breite, auch im Segment der nach wie vor stark gefragten Kombis. Mazdas Lader-Version der erneuerten Mittelklasse-Baureihe, des 6ers, ist kürzer als die Limousinen-Variante. Der Sport Combi misst 65 mm weniger in der Gesamtlänge, damit 4,805 m. Dadurch hat er ein wenig an Gepäck-Fassungsvermögen abgelegt – sein Kofferabteil fasst jetzt zwischen 522 und 1648 l Ladegut –, dafür an innerer Spar-Größe zugelegt, dank neuer Motorentechnik namens „Skyactiv“.
Unter Normverbrauch
Damit ist es möglich, die Mix-Normverbrauchswerte zu unterbieten, wie im Juni dieses Jahres im Rahmen der Mazda6 Urban Challenge in Wien erfahren. Ein Teilnehmer der 24-Stunden-Spritspar-Fahrt erzielte mit der 150-PS-Diesel-Variante des Sport Combi einen Durchschnittskonsum von 3,22 l auf 100 km. Werksangabe: 4,4 l. Der Mazda6 Sport Combi kostet ab 26.990 Euro.
Leichtbauweise im Trend
Andere Hersteller setzen auf Leichtbauweise und, siehe oben, kompaktere Hubräume, wie etwa Kia mit der aktuellen Generation des Kompaktlader-Kandidaten Ceed SW, mit ab 1293 kg und 1,4- und 1,6-l-Aggregaten. Der 4,505 m lange Kombi mit 528 bis 1642 l Laderaum kostet ab 17.790 Euro (1,4 CVVT, 100 PS, man. 6-Gang, 6,5 l Benzin Mix-Verbrauch/100 km, 145 g CO2/km).
Nur wenige Details sind derzeit über den Honda Civic Tourer, der Lader-Variante des japanischen Kompakten, bekannt. Die auf dem Genfer Autosalon 2013 präsentierte Studie mit rund zwanzig Zentimetern mehr Länge steht vor der Marktreife. Anfang 2014 soll er starten. Bekannt ist immerhin bereits, dass an der Hinterachse ein adaptives Dämpfersystem für den Ausgleich unterschiedlicher Beladungszustände sorgen wird.
Hybride sind im Kommen
Einzug gehalten haben mittlerweile alternative Antriebe – Hybrid-Systeme – in die Welt der Kombis. Jüngster Neuzugang und erster Vertreter des Kompakt-Segments ist die Lader-Version des Toyota Auris, der TS, mit der Kombination Benzin- und E-Motor (siehe F4). Peugeot spendierte dem Mittelklasse-Lader 508 SW als Option das aus der PSA-Konzernentwicklung stammende Diesel-Hybrid-Aggregat. Mercedes ließ heuer der E-Klasse eine grundlegende Überarbeitung angedeihen, inklusive T-Modell. Der Laderaum-Gigant ist ebenfalls als BlueTech Hybrid bestellbar. Und Volvo brachte vor Kurzem eine Plug-in-Hybrid-Version des V60 auf den Markt.


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Redaktion: Michael Gasser (Ltg.), Beatrix Keckeis-Hiller
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