Ein Italiener im US-Format für die ganz großen Reisen

Motor / 26.07.2013 • 12:40 Uhr
7-Plätzer im US-Format: Sieht aus wie der frühere Chrysler Voyager, ist aber ein Lancia. Fotos: vn/Steurer
7-Plätzer im US-Format: Sieht aus wie der frühere Chrysler Voyager, ist aber ein Lancia. Fotos: vn/Steurer

Der legendäre Chrysler Voyager fährt nun unter Lancia mit italienischem Flair.

Lancia. Der Voyager ist Legende. Fast drei Jahrzehnte lang begeisterte der Familien-Van Eltern und Kinder genauso wie Gewerbetreibende. Sein Platzangebot setzte Maßstäbe. Immer schon. Jetzt wurde aus Chrysler Lancia. Markenstrategen des italo-amerikanischen Autokonzerns haben das so entschieden. Unverändert geblieben ist seine Spitzenposition in der Liga der 7-Plätzer. Denn der Lancia Voyager ist im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern kein „Entweder oder“-Van. Entweder Gepäck oder Passagiere – diese Frage stellt sich beim Voyager traditionell nicht. Er bietet sieben großzügig bemessene Sitzplätze und stellt gleichzeitig ausreichend Platz fürs Gepäck bereit. Bei 934 Litern Ladevolumen können selbst Großfamilien auf Reisen gehen.

Amerikaner mit XXL-Tugenden

Neuer Name, neues Logo, ein paar schicke Details, die italienisches Flair versprühen sollen – viel mehr hat sich nicht getan. Der Lancia Voyager ist ein Amerikaner mit XXL-Tugenden. Und er bietet seinem Namen entsprechend alles für die große Reise. Ein amerikanisch komfortables Fahrverhalten inklusive.

Komfort durch ein großzügiges Platzangebot, viele Ablagen und langstrecken-taugliche Sitze zeichnen den Innenraum aus. Beim Italiener im US-Format ist alles etwas größer. Wie etwa der Getränkehalter, der für 1-Liter-Flaschen ausgelegt ist.

Für Kurzweil in Reihe zwei und drei auf großen Reisen sorgen Monitore am Dachhimmel. DVD, Spielekonsole – wer jemals mit Kindern große Distanzen zu bewältigen hatte, weiß diesen Luxus (gegen Aufpreis) zu schätzen.

Cleveres Sitzsystem

Serienmäßig ist das „Stow ’n go“-Sitzsystem, das eine Vielzahl an Innenraum-Konfigurationen ermöglicht. So lassen sich die Sitze der zweiten und dritten Reihe komplett im Boden versenken. In diesem Fall erhöht sich das Ladevolumen auf beachtliche 4100 Liter.

Antriebsseitig geht ein 2,8-Liter-Diesel ans Werk. Seine 178 PS sorgen für ordentliche Fahrleistungen. Der Testverbrauch: gute 8,9 Liter. Das Automatikgetriebe hinterlässt allerdings einen müden Eindruck. Da würde man sich etwas mehr italienisches Temperament wünschen.

Positiv: Keine Kompromisse – der Voyager bietet Platz sowohl für Passagiere als auch fürs Gepäck.
Positiv: Keine Kompromisse – der Voyager bietet Platz sowohl für Passagiere als auch fürs Gepäck.
Keine Kompromisse: Platz für Gepäck und Passagiere.
Keine Kompromisse: Platz für Gepäck und Passagiere.
Van mit viel Platz: 5,2 Meter lang, 2 Meter breit.
Van mit viel Platz: 5,2 Meter lang, 2 Meter breit.
Negativ: Das 6-Gang-Automatikgetriebe hinterlässt teils einen etwas müden Eindruck.
Negativ: Das 6-Gang-Automatikgetriebe hinterlässt teils einen etwas müden Eindruck.

Fakten

» Motor/Antrieb: 2,8-Liter-Diesel-aggregat, 178 PS Leistung, 360 Nm Drehmoment, Frontantrieb, 6-Gang-Automatik

» Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 in 11,5 Sekunden; Spitze 193 km/h, Verbrauch 7,9 l (207 g CO2); Testverbauch: 8,9 l

» Preis: 48.500 Euro (Ausstattung Gold), Testauto: 56.000 Euro