Autoabsatz im Land hinter Vorjahr

Motor / 26.07.2013 • 13:20 Uhr
Autoabsatz im Land hinter Vorjahr

Nach zwei Rekordjahren sind die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr rückläufig.

rankweil. Die Boom-Jahre im heimischen Autohandel sind vorerst vorbei. Nach zwei Rekordjahren liegen die Verkaufszahlen heuer deutlich zurück. So wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres in Vorarlberg 6738 Neuwagen abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Minus von 9,67 Prozent (721 Fahrzeuge). „Es war trotz der Rückgänge ein gutes Jahr für uns“, so der Sprecher des heimischen Autohandels, Manfred Ellensohn, im Gespräch mit den VN. Die Verkaufszahlen würden nach wie vor ein Top-Niveau erreichen. Die Rückgänge erklärt Ellensohn unter anderem mit reduzierten Exporten.

„Die Auslieferungen in die Schweiz haben sich beruhigt.“ Der dortige Markt habe auf die Konkurrenz aus Vorarlberg reagiert und Preisanpassungen vorgenommen.

Im Jänner noch ein Plus

Das Jahr war gut gestartet. Im Jänner lagen die Verkaufszahlen noch über jenen der Rekordjahre. Februar (minus 8,1), März (minus 18,8), Mai (minus 16,3) und Juni (minus 15,3 Prozent) haben das Halbjahresergebnis allerdings ins Minus gedreht.

Einzelne Marken unter den Top-20 mussten ordentlich Federn lassen. Zu den großen Verlierern in der Zulassungsstatistik zählen Ford (–36 Prozent), Chevrolet (–35 Prozent), Kia (–23 Prozent), BMW (–23 Prozent), Citroen (–22 Prozent), Renault (–19 Prozent) und Nissan (–19 Prozent). Kräftig zulegen konnten hingegen Dacia (+51 Prozent) Seat (+26 Prozent) und Toyota (+11 Prozent).

Bei den Segmenten hat es eine Verschiebung von Stadtwagen (–20 Prozent) hin zur unteren Mittelklasse gegeben (+12,3 Prozent). Kompakt-SUV haben mit einem Minus von 5,6 Prozent kaum an Beliebtheit verloren.

Für das Gesamtjahr zeigt sich die Autobranche weiter optimistisch. „Es schaut so aus, als könnten wir ein gutes Normalergebnis erreichen“, so Fachgruppenobmann Ellensohn, der gesamt mit rund 12.500 Neuwagen-Verkäufen in Vorarlberg rechnet.

Die Exporte in die Schweiz haben sich deutlich beruhigt.

Manfred Ellensohn